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Freitag
13. Dez. 2002 : (Anreise)
Diesmal
ging es ja ein bisschen weiter weg, nach Wien. Und deshalb sind wir auch
geflogen. Wir haben uns am Köln-Bonner Flughafen getroffen, und komischerweise
war Max mal pünktlich :-), zumindest pünktlicher als Vampy, die
hinterhergehetzt kam.
Wir
hatten den Flug beim Billigflieger Germanwings gebucht, und müssen sagen, dass
Preis-Leistung wirklich stimmen. Wie kommt man sonst für 58 Euro pro Person
nach Wien und zurück ? Und Germanwings war in Gegensatz zu Ryanair sogar
pünktlich....Was wir witzig fanden, ist das sogar „Sternchen“ auf die günstigen
Preise von Germanwings fliegen. Der Kölner Schauspieler und Komiker Claus
Vincon sass nämlich zwei Reihen vor uns. Den haben wir dann bei Jekyll auch
wieder gesehen.
In
Wien angekommen, haben wir zuerst mal die falschen Fahrkarten aus dem Automaten
geholt, und der Shuttle-Bus wollte uns nicht mitnehmen. Okay. sind wir halt
S-Bahn gefahren, blöd war nur, dass die Direktverbindung erst einen Tag später
eröffnet wurde. Aber Max ist ja das Kofferschleppen beim Umsteigen gewohnt,
zumal wir nur mit leichten Gepäck unterwegs waren (unter 30 Kg) *ggg*.
In der Stadt angekommen, haben wir ausnahmsweise
nur ne Viertelstunde gebraucht, um unser Appartement zu finden. Uns kam es
allerdings wie 3 Stunden vor, weil es so was von kalt war *immernochbibbern*.
Wir hatten ein schönes und geräumiges Appartement in der oberen Augarten
Strasse (Empfehlenswert: http://www.netland.at/wien/)
Nachdem wir eingecheckt hatten war es schon kurz vor 23:00 Uhr, und wir haben
dann nur noch was gegessen, und sind dann früh ins Bett, um für Wien fit zu
sein.
Samstag
14. Dez. 2002: (Weihnachtsmarkt und Jekyll & Hyde)
Erst
mal war shoppen angesagt :-). Die ganze Mariahilfer Strasse runter, Wollzeile,
und Citybereich :-). In Wien gibt es wunderschön warme Daunenjacken, und da es
Max sehr kalt war, hat er natürlich sofort zugeschlagen ;-). Dann sind wir, auf
der Freyung, auf den ersten Weihnachtsmarkt gestoßen. Später sind wir dann noch
zum Spittelberg, wo unserer Meinung nach, der schönste Weihnachtsmarkt
stattfindet. Der Spittelberg ist ein Künstlerviertel, und es macht einfach Spaß
zwischendurch immer wieder in die Ausstellungsräume der Künstler zu schauen.
Dort wird zu dieser Zeit meist weihnachtliches Kunsthandwerk angeboten. Die
engen Gassen sind alle wunderschön geschmückt, und überall ist Leben, einfach
empfehlenswert :-).
Hatten
wir schon erwähnt, dass es kalt war ? Also, es war so kalt, das Vampy sich
Handschuhe gekauft hat, und wer ihre Abneigung gegen Handschuhe kennt, weiß was
das bedeutet... *gg*. Nach 8 Stunden draußen hatten wir dann auch genug, und
sind zum Appartement zurück, um uns für den Abend fertig zu machten und
aufzuwärmen. Denn wir hatten schließlich Karten für Jekyll und Hyde. Die Karten hatten
wir uns am Wien-Ticket Pavillon an der Oper geholt. Dort gibt es ab 14:00h
Restkarten zu halben Preis. Wir hatten Glück und noch PK 1 Karten erwischt.
Jekyll
und Hyde:
Sie
Show wird im „Theater an der Wien“ gespielt. Das Theater befindet sich
gegenüber vom Naschmarkt und ist aus Richtung Karlsplatz kommend nicht zu
verfehlen. Die Wien, ist übrigens ein kleiner Bach, der überbaut ist und
unserer Meinung nach mit dem Namen der Stadt etwas zu haben könnte, oder ?
*grübel*

Endlich...wir
hatten Borchert *jubel*, und es hat sich vollkommen gelohnt. Er ist ein toller
Jekyll, und er bekommt die Verwandlung zum Hyde so gut hin, dass es einen Angst
und Bange wird. Was uns besonders aufgefallen ist, war seine tolle Mimik, man
konnte seine Zerrissenheit so richtig mitfühlen. Bei den Paradeliedern „Dies
ist die Stunde“ und „Konfrontation“ konnten wir einfach nur noch staunend auf
die Bühne sehen, und hatten sonst alles Vergessen. So müssen Musicals gespielt
werden ;-).
Als
Lucy hatten wir Eva-Maria Marold, aber da müssen wir zugeben, dass sie unserer
Meinung nach nicht so gut in die Rolle passt. Sie singt zwar perfekt, aber
irgendwie passt ihr etwas herber Typ nicht so gut zu der Lucy. Unsere absolute
Lieblings-Lucy ist halt Lyn Lichty, und die ist auch schwer zu toppen.
Eva-Maria Marold wirkt irgendwie so, als brauchte sie gar nicht die Zuwendung
von Jekyll, weil sie es schon schafft, alleine durchs Leben zu kommen. Die
Rolle der Nellie hätte ihr bestimmt besser gestanden...
Ansonsten
war es einfach mal wieder schön, und wir sind schon sehr auf Köln ( ab März
2003 im Musical-Dome in Köln) gespannt :-).

Nach
der Show sind wir dann in unser Lieblings-Schnitzel-Lokal, zum Leupold, um
wieder mal tellergroße Wiener Schnitzel zu genießen :-)). Komischerweise kannte
uns der Kellner noch, obwohl wir doch ein Jahr nicht mehr in Wien waren. Vorher
haben wir uns da auch immer benommen, und sind noch nie dort rausgeflogen
*schwörenundstaunen* *gggg*.
Müde
und happy sind wir danach ins Bett, und haben uns auf Sonntag gefreut.
Sonntag
15. Dez. 2002 (Weihnachtsmarkt und Wake Up)
Vormittags
haben wir uns zuerst mal nach Schönbrunn aufgemacht, um den dortigen
Weihnachtsmarkt zu besuchen. Aber dort war soviel Gedrängel, und es war noch
kälter. Zudem gab es ständig Rempel-Angriffe von Killer-Omas *g*. Da dann sogar der Apfelpunsch nicht mehr
wirkte sind wir ziemlich schnell wieder zurück in die Stadt, und haben uns den
Künstlermarkt an der Karlskirche angesehen. Dort fand Vampy dann auch eine
Teufelchenfledermaus, und so war sie eh zufrieden ;-).
Um
14:00 Uhr sind wir dann zur Oper, um uns Karten für Wake Up zu besorgen, was
auch reibungslos geklappt hat.

Danach
sind wir dann zum Rathaus, ratet mal wieso ?? Klar, da ist der größte
Weihnachtsmarkt Wiens ;-). Wien ist echt die Stadt für Weihnachtsmarkt-Fans
:-))). Das Tolle beim Rathaus sind die Adventskalenderfenster, und die
geschmückten Bäume. Verschiedene Bäume sind wunderschön beleuchtet, mit Herzen,
Sternen, Schneemännern, usw.
Nach
den wir stundenlang das Rathausgetümmel genossen hatten, mussten wir uns dann
doch auf machen um zu unserer Show zu kommen. Wake Up wir im Raimund Theater
gespielt und Max wusste sogar noch wo sich das befindet. Wir sind mit der
U-Bahn zum Westbahnhof gefahren und dann am Mercure Hotel (empfehlenswert) vorbei in die Wallgasse. Hier gibt es auch
den Musical-Coctail-Laden.
Die
Show hat Vampy jetzt nicht so vom Hocker gerissen, wogegen es Max besser
gefallen hat. Deshalb kommt der Show-Bericht von Max alleine *ggg*
WAKE
UP:
Na
ja, die schwierigen Sachen muss ich (Max) ja wohl wieder übernehmen *grins*,
aber das ist schon okay.
Also
hier der Bericht zu WakeUp: (leider hat Rainhard Fendrich nicht gespielt)
Während
Vampy wohl nichts mehr zur Story von Jekyll & Hyde erklären musste, möchte
ich hier doch ganz kurz den Inhalt beschreiben:
Ronny
Reno, ein Ex-Super Pop/Rock Star versucht nach Alkohol-, Drogen- und sonstigen
Skandalen, angetrieben von seinem geldgeilen Manager Jeff, ein Comeback. Dazu
gibt der gealterte Star ein Konzert und eine Tournee ist bereits angekündigt.
Um seine Lampenfieber zu bekämpfen, hat er sich schon mal eine halbe Flasche
Jim Beam reingepfiffen, wodurch signalisiert wird, dass die Therapien nicht
wirklich etwas genutzt haben.
Aber
das Konzert wird ein Hit und alle alten Fans jubeln dem Grufti zu. Allerdings
ist auch die Presse zugegen und auch Ronnys stärkster Widersacher, ein
renommierter Kritiker. Dieser hat von vorneherein das Comeback als eine Farce
bezeichnet und er bringt Ronny nach dem Konzert dazu seine Karriere an den
Nagel zu hängen. Also Ronny sagt, er hört auf und geht zu seiner After-Show
Party. Manager Jeff passt es gar nicht, dass sein Goldesel und langjähriger
„Freund“ diesen Entschluss gefasst hat und überlegt sich eine Intrige. Es wird
schnell deutlich, dass die Freundschaft von Jeff rein materieller Art ist.

Auf
der Party passieren nun entscheidende Dinge. Zuerst einmal vermittelt Jeff, der
auch Ronnys Finanzen steuert, dass sein Vermögen sich selbst aufgefressen hat.
Ronny sei also pleite und müsse deshalb die Tournee machen. Ronny ist
offensichtlich wirklich Pleite, aber es wird dem Publikum vermittelt , dass es
sich hier eher um eine Umschichtung zu Jeffs Gunsten handelt. Nach dieser
Offenbarung wird Jeff gefeuert, was er nicht auf sich sitzen lassen kann, den
er will seine goldene Gans noch weiter benutzen.
Die
“Freunde“ sind gegangen, weil wer will schon mit einem armen Mann feiern. Nur
die Kellnerin Rosanna, die Sängerin
werden will, ist noch da. Sie wünscht sich, das Ronny ein Lieb für sie
schreibt. Jeff denkt, dass sie sei ein Groupie und schiebt diese dem bereits
besoffenen und bekifften Ronny unter. Aber die Lady will ja nur ein Lied und
nicht anderes und Ronny ist zu besoffen und geht aufs Klo und pennt nach
vorheriger Magenentleerung ein.
Jetzt
kommt Jeff und kippt die Lady heimlich Drogen in den Drink, vergewaltigt Sie
und ruft dann die Polizei, die Ronny sofort festnimmt. Rosanna liegt im Koma
und wacht nicht auf. Nach seiner Schandtat vermisst Jeff aber
etwas:
Seinen Talisman, ein Amulett.(Schlüsselszene)
Jeff
besucht Ronny im Knast, erwirkt die Rücknahme seiner Kündigung und hat schon
die Lösung dafür, wie er freikommt: Ronny soll freiwillig in die Klappse und
Jeff wird sein Vormund. Aber dazu kann sich Ronny nicht entscheiden und trotz
massiver Konfrontation und Anmache von den Mithäftlingen bleibt er im Knast,
und verwandelt sind vom wilden langhaarigen Rocker zum besonnenen Denker mit
Glatze, indem er sich die Haare abschneidet, verabschiedet er sich von seinem
alten Leben.
Ronny
kommt frei, weil ein wahrer Freund für Ihn eine Kaution hinterlegt. Der neue
selbstbewusste und „erwachte“ Ronny macht sich auf zum Krankenhaus zu der immer
noch im Koma liegenden Rosanna. Es singt ihr das Lieb vor, dass er für sie
komponiert hat. Und das Wunder passiert, sie erwacht aus dem Koma.
Nun
kommt es dennoch zur Gerichtsverhandlung, in der Ronny des Drogenmissbrauchs,
der Körperverletzung und Vergewaltigung angeklagt wird. Aber Rosanna wird als
Zeugin geladen und sagt kein Wort, sondern öffnet nur die Hand, in der das
Amulett von Jeff zu Tage tritt. Jeff ist entlarvt und Ronny kommt frei. Jeff
nicht!
Nun
kommt es zum Finale: Ronny, der nun alle Laster und Dekadenz hinter sich hat,
und Rosanna treffen sich. Ronny singt das Lied, dass sie erweckt hat. Gemeinsam
wird dieses Lied zum Symbol der Liebe und Freundschaft.
Fazit
ist, dass die Show Vampy nicht so gut gefallen hat, Max schon eher. Die Story
ist offensichtlich zu komplex um in einem Musical erzählt zu werden, weil die
technischen Mittel nicht ausreichen, die Spannung und Feelings dauerhaft
aufrecht zu halten. Max meint, es wäre eher der Stoff für einen Kinofilm oder
ein Play.
Dennoch
hatten wir einen unterhaltsamen Abend und sind dann auch glücklich und
zufrieden in unserer Hotel zurückgekehrt
Mein
Senf dazu (Vampy): Also, ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich
eingeschlafen bin. So was passiert mir eigentlich äußerst selten, und ich führe
es auf den Musikstil am Anfang zurück, der wirklich nicht mein Geschmack war.
Ich penn also selig vor mich hin, und wache genau in dem Moment auf, als Jeff
über Rosanna herfällt *seufz*. Mein erster Gedanke war: „weiterschlafen“....
Was
mir an dem Musical auch nicht gefallen hat, ist die unschlüssige Story. Wieso
will Jeff die Vormundschaft über Ronny ? Er hat doch sein Ziel erreicht, und
seine Tat vertuscht, und Ronny hat eh kein Geld mehr.
Was
war mit dem Amulett ? Rosanna lag wochenlang im Koma, wieso hat das keiner
gefunden, oder hatte sie es die ganze Zeit in der Hand ?
Es
gibt noch mehr solche Ungereimtheiten, deshalb habe ich so meine Probleme mit
der Story.
Die
Musik hat mir auch nicht gelegen. Irgendwie hab ich was im Fendrich-Stil
erwartet, und gespielt wurde „old fashioned Musical“.
Ausnahme:
das Schlusslied, das fand ich schön :-).
Die
Darsteller waren übrigens alle sehr gut, und Possi war die schönste Frau on
stage ;-)).Ist halt alles Geschmackssache :-)).
Montag
16. Dez. 2002: (Abreise)
Morgens
beim aufwachen schauen wir aus dem Fenster, und was sehen unsere müden Äuglein
?? Schnee „Hurra“ Da hat uns natürlich nichts mehr gebremst, und wir haben uns
ins Getümmel gestürzt, um Wien im Schnee zu geniessen.
Wir
sind einfach durch die Stadt geschlendert, an der Hofburg und anderen schönen
Bauwerken vorbei und haben die Winterstimmung in uns aufgenommen.
Von
den Weihnachtsmärkten mussten wir uns ja auch noch verabschieden und sind
deshalb noch mal zu Spittelberg. Dort gibt es nämlich den besten Apfelpunsch
und die leckersten Marzipanbrezeln :-). SuperMax *lach* hat dort heldenhaft Vampy´s Leben gerettet.
Vampy war auf dem verscheiten Boden auf einer Gummiabdeckung ausgerutscht und
Max hat sie dann blitzschnell aufgefangen, sonst wäre Vampy bestimmt bis nach
Hause geschlittert *grins*
Glücklicherweise
hat unser Koffer alle neu erworbenen Teile aufgenommen, und wir machen uns zu
Flughafen Schwechat auf. Diesmal haben wir wieder den Airport Transit benutzt
und sind vom Westbahnhof, wo wir unser Gepäck im Schließfach deponiert hatten,
innerhalb einer halben Stunde zum Flughafen gekommen. Der Transit Bus ist
übrigens weithin sichtbar und ausgeschildert und man bezahlt direkt bei Fahrer.
Germanwings
war genauso pünktlich wie beim Hinflug und wir waren glücklich und traurig
zugleicht, als wir abhoben *strahlenimmernoch*
Wir
hoffen wir haben dem ein oder anderen Lust auf Wien machen können, denn wir
sind der Meinung: WIEN IST SPITZE *ggggg*
Viele
liebe Grüße
Vampy
& Max