MUSICAL ON ICE 21.02.2003

 

 

 

 

 

 Am Freitag war es so weit: Endlich durften wir mal Dinslaken im Winter erleben ;-)). Nachdem wir bisher immer nur im Sommer da waren, und jedes Mal hochzufrieden waren, freuten wir uns natürlich auf die Winter-Gala.

 

Musical on IceWir trafen uns im Centro, um dort noch kurz was zu essen, und dann machten wir uns auf nach Dinslaken. Zum Glück hatten wir noch genug Zeit, denn die Dinslakener hatten wohl geahnt das wir kommen, und die Eishalle supergut versteckt ;-).

 

Nach einigen Ehrenrunden im Industriegebiet fanden wir sie dann auch glücklich, aber wir mussten uns ja noch „Eishallenfest“ anziehen, das ging schlecht bei den Menschenmassen, also haben wir uns ne dunkle Ecke gesucht, und uns schnell im Auto umgezogen. Tja soooo dunkel und menschenleer war die Ecke doch nicht, und wir prusteten laut bei der Vorstellung; was die Leute, die da am Auto vorbeigehen grad denken ;-)). Das erleichterte das Anziehen der Thermowäsche auch nicht gerade, aber später waren wir sehr froh darüber, sie über- bzw. untergezogen zu haben. Nun ging es aber erst mal zur Halle, und dort durften wir das tun, was wir an Dinslaken so sehr lieben.....Anstehen *seufz*.

 

Obwohl die Leute Platzkarten hatten, stand noch um 20:00 Uhr eine Riesenschlange vor der Türe, deshalb verspätete sich der Beginn auch um 20 Minuten. Als wir endlich an der Tür waren, sagte der nette Platzanweiser: „Und ihr dürft direkt auf`s Eis.“ Wieso grinste er dabei so ?

Wir hatten Plätze in der ersten Reihe, und die Bühne war etwa 20 Meter entfernt, genau gegenüber auf dem Eis. Vor uns lag die Eisfläche und Alles war toll beleuchtet. Schon mal Klasse :-).

 

Die Besetzungsliste las sich teilweise wie das „Who is who“ des Musicals: Uwe Kröger, Andy Bieber, Ethan Freeman, Maya Hakvoort, Felix Martin, Peti van der Velde, David Moore, Colby Thomas, Jessica Kessler, Stefan Stara, Monika Dehnert, Tina Podstawa und Jenny Böhm. Fast alle dieser Darsteller haben wir schon einmal in anderen Produktionen gesehen, daher war die Vorfreude auf das was geboten wurde gross.

Und es wurde etwas geboten. Das Konzept der Show bestand darin, Musicallieder mit Eiskunstlauf zu verbinden. Dazu waren auch einige professionelle Eiskunstläufer da, die zusammen mit einer Dinslakener Truppe diesen künstlerischen Part übernahmen. Das Ambiente war einfach traumhaft und man wusste oft nicht, wo man zuerst hinschauen sollte.

 

 

Die Rahmenhandlung wurde von einem Troll bestritten, der eine Fee traf, und mit ihr zusammen in die Welt der Phantasie eintauchte...

Die Beiden führten ein wenig durch den Abend, und forderten durch ihre Dialoge immer wieder zum träumen und versinken auf.

  

Das Programm begann mit Bieber und Moore, die ihre neue Single „Come Together“ vorstellten, dann ging es weiter mit Maya Hakvoort`s „Ich hab geträumt“, dann „Beauty and the Beast“ und, und, und.... Es wäre wohl zu langatmig jeden Titel aufzuzählen, auf jeden Fall stimmte die Mischung perfekt :-).

Felix Martin erschien in Strapsen als Frank`n Furter, David Moore original afrikanisch zu „They live in You“ und natürlich warf sich Andy Bieber wieder in sein Traummäntelchen, um den Joseph zu geben. Ein tolles Highlight war der Elisabeth-Block, der schliesslich von 4 Wiener Urgesteinen dargestellt wurde (Kröger, Hakvoort, Freeman, Bieber). Colby Thomas sang natürlich aus dem Phantom und Freeman glänzte noch mal als Jekyll.

Das einzige Lied, das an diesem Abend nicht so gut kam, war die Totale Finsternis von Hakvoort und Kröger, irgendwie waren wir da wieder froh, das Kröger kein Graf ist ;-)).

 

 

Aber auch der „Nachwuchs“ durfte sein Können zeigen. Allen voran Stefan Stara, der auch schon im Sommer das Publikum überzeugte, zusammen mit Jessica Kessler, der Dinslakenerin, die inzwischen schon zur „Stammbesetzung“ gehört. Tina Podstawa und Monika Dehnert gaben ein wunderschön intoniertes „In his Eyes“ zum Besten, und als „Überraschungsgast“ trat der höchstens 14-jährige Oliver auf, der auch passend und absolut toll „Where is love“ vor trug.

 

Wir waren natürlich sehr gespannt, welche der Darsteller sich auf`s Eis trauten, und siehe da, ausgerechnet Uwe Kröger erschien als einer der Ersten auf Schlittschuhen. Das hätten wir ihm nach seinem „mädchenhaften“ Verhalten in Rust gar nicht zugetraut ;-))).

Aber auch Andy Bieber und David Moore zeigten ihre mehr oder wenig dollen „Eislaufkünste“. Felix Martin und Ethan Freeman wagten sich ohne Schlittschuhe auf die spiegelglatte Bahn, und mussten dann auch bis zur Bühne gestützt werden.

 

 

Für uns war dieser Abend eine der schönsten Galas, die wir je gesehen haben. Die Mischung von Musik, Eiskunstlauf und Licht war einfach immer wieder toll und faszinierend. Der einzige Nachteil war, das es wirklich total kalt wurde, und wir in der zweiten Hälfte nur noch geschlottert haben. Einige Leute aus dem Publikum verzichteten sogar auf die Zugaben, um der Eiseskälte zu entkommen. Dazu kam noch, das die Show mit 3 Stunden für eine Gala ungewöhnlich lang war. Wir sind auf jeden Fall hinterher total happy und total verfroren zum Auto, und werden bestimmt wieder kommen, wenn Dinslaken noch einmal zu Musical on Ice einlädt :-).

 

 

Fee: „Was ist eigentlich ein Wunder?“

Troll: „Ein Wunder wäre es, wenn der Stein, den ich loslasse, in die Höhe schwebte.“

Fee: „Und dass er zur Erde fällt, ist keines ?“

 

 

In diesem Sinne :-))

Liebe Grüsse

Vampy und Max