Mozart, am 15.06.2002

Der Wind löscht eine Kerze aus, und dunkler wird die Nacht..

Unser letztes mal Mozart :-(

 

Nach dem wir Anfang Juni erfahren haben, dass Mozart schliesst, haben wir noch mal sämtliche Wochenendpläne umgeworfen, und uns das Wochenende vom 15./16. 06. freigemacht, damit wir ein letztes Mal nach HH zu Mozart konnten.

Dank Marks lieber Hilfe haben wir für den 15. Abends noch sehr gute Karten in Reihe 9 bekommen.

 

 

Aber fangen wir vorne an:

Weil wir die guten Wetterprognosen ausnutzen wollten, entschlossen wir uns kurzfristig schon am 14. anzureisen. Die Anreise begann mal wieder, wie kann es bei Maxens auch anders sein, mit Komplikationen. Vampys Zug, der sie nach Essen, wo Max wartete, bringen sollte hatte erhebliche Verspätung, und so hat sich Max erst mal ein Loch, und dann mehrere Bratwürste, in den Bauch gewartet ;-)

 

Endlich konnten wir uns in Essen ins Auto schwingen, und uns auf den Weg nach Norden machen. Nach diversen Staus auf der A1 kamen wir gegen 22:00 Uhr in HH an, und fanden unser Hotel recht problemlos. Nebenbei bemerkt, sollte jemand der Idee verfallen im Quality Inn Hamburg die Tiefgarage zu benutzen, empfehlen wir mit einen Smart anzureisen :-). Die Einfahrt hatte ein Gefälle von ca. 30 % und hat gerade mal 20 cm Platz zum rangieren gelassen, also Millimeterarbeit. Dafür hatten wir aber die Tiefgarage für uns alleine *gg*. Da es wirklich schön warm und trocken war (so etwas haben wir in HH bisher selten erlebt ;-)), machten wir noch einen ausgiebigen Spaziergang durch die wunderschön beleuchtete Speicherstadt, um später am Nicolaifleet in einem urigen Hamburger Restaurant den Abend ausklingen zu lassen.

 

Am nächsten „Morgen“, der erste Schreck: Wir wurden durch das Poltern des Zimmermädchens an der Tür geweckt. Leider, leider hatte Max` Weckerallergie wieder zugeschlagen, und es war ihm mal wieder gelungen, den Weckton abzustellen, bevor Vampy etwas davon vernehmen konnte *gg*.

 

Das Frühstück konnten wir vergessen, und so machten wir uns auf in die Stadt, um uns nach einem Mittagessen umzusehen ;-)). Nach einem ausgiebigen Bummel durch Hamburgs wunderschöne Passagen wollte Vampy noch unbedingt zum „Speicher am Fischmarkt“, weil sie es zum shoppen empfohlen bekommen hat.

 

Das kann ja nicht so schwer sein *g* Wir also zu den Landungsbrücken, und dann nach rechts...Oh Schreck, das was wir bisher für den Fischmarkt gehalten hatten, ist in Wirklichkeit der Eingang zum alten Elbtunnel *verlegenesgrinsen*. NaJa, der Fischmarkt kann ja nicht sooo weit sein, wir also tapfer weiter nach rechts, immer schön an der Norderelbe vorbei. Nach einem kräftigen Marsch tauchte dann auch der alte Fischmarkt auf, Jucheee. Aber dort war totenstille und weit und breit kein Speicher zu sehen *seufz*. Wir also noch ein bisschen weiter, und plötzlich taucht ein Schild auf: „zum Speicher am Fischmarkt noch 1000 Meter hier lang“ *heul*. Aber die hatten nicht mit Maxens Zähigkeit gerechnet, und wir sind mit immer länger heraushängender Zunge und qualmenden Socken, die 5000 Meter, die es in Wirklichkeit noch waren, an der Englandfähre und dem neuen Fischmarkt vorbei gelaufen. Der Laden ist übrigens wirklich sehenswert, aber das nächste mal, werden wir doch eher von oben, d.H. von Altona kommen. Dort gibt es eine U-Bahn, die kaum 1000 Meter entfernt ist ;-)). Damit sind wir dann auch schnell zurück in die Stadt, damit wir pünktlich zu dem eigentlichen Grund unseres Hamburgaufenthalts erscheinen konnten, Mozart:

 

 

Direkt beim Betreten des Foyers fielen uns die Plakate auf, das sämtliche Souvenirs zum halben Preis verkauft werden,  und Max hat sofort nachgeschaut, ob sie ein Slim-Fit T-Shirt haben *gg*. Hatten sie nicht, deshalb hat er dann mit einem „normalen“ vorlieb genommen :-) Nun aber ab in den Saal; der war relativ gut besetzt, aber wir waren trotzdem erstaunt, wie viele Plätze trotz der Super Abschiedspreise von Stella frei blieben.

 

Die Show begann, und man merkte vom ersten Moment an, dass die bevorstehende Schliessung die Leistungen der Darsteller nicht schmälern würde. Im Gegenteil, uns kam es teilweise so vor, als ob die Darsteller erst Recht zeigen wollten, das es bestimmt nicht ihr Fehler war, das die Show dicht gemacht wird.

 

Wir hatten Martin Pasching als Mozart, der sowohl optisch, als auch stimmlich sehr gut in die Rolle passte. Er spielte seinen Part auch bravourös, und gab einen etwas „jüngeren“ Mozart als Ingve.

Ethan Freeman spielte den Leopold wie immer toll, und konnte uns mal wieder mit seiner Mimik und seinem Gesang in den Bann schlagen.

 

Das Felix Martin den Colloredo inzwischen stimmlich ganz gut hinbekommt, hatten wir ja schon im Februar bemerkt, aber man konnte an manchen Stellen immer noch nicht hingucken *seufz*. Seine Bühnenwirkung als Colloredo war noch nicht optimal, aber deutlich besser als das letzte Mal.

Als Nannerl war Birte Holmboe, ganz O.K. Den Namen der Constanze konnten wir uns nicht merken, aber sie ist auch nicht so doll aufgefallen ;-))

 

Aber der Knüller des Abends, und diejenige, wegen der sich der Weg nach HH auf jeden Fall gelohnt hat, war Maike Schuurmans als Baronin von Waldstätten. Bei ihrem „Gold von den Sternen“ lief einen eine Gänsehaut über den Rücken *wow*

Uns ist auch noch aufgefallen, dass das Zusammenspiel der Darsteller perfekt war, es war einfach eine „runde“ Show, die auch am Schluss mit mächtig viel Applaus und Standing Ovations gefeiert wurde.

 

Wir finden es persönlich sehr schade, dass Mozart so schnell von der Bildfläche verschwinden muss. Das haben weder das Musical, noch die Darsteller verdient, und wir hoffen doch sehr, es irgendwann noch einmal zu sehen.

 

Nach der Show waren wir dann Pizza essen und sind dann ins Hotel. Dort haben wir im Zimmer noch ein wenig gequatscht, und dabei auch eine Gute-Nacht-Zigarette geraucht. Leider hatten wir übersehen, das direkt über uns der Feuermelder angebracht war .... Der Nachtportier, der dann ins Zimmer gestürmt ist, um uns aus den Flammen zu retten, klärte uns darüber auf, und das gleich die Feuerwehr kommt, weil Alarm ausgelöst wurde *loool*. Und so was nennen die Raucherzimmer *prust*.

 

Am nächsten Tag sind wir dann nach pünktlichen Aufstehen, und einem Abstecher in das wunderschöne Lüneburg, wieder wohlbehalten zuhause eingetrudelt :-)))

 

Vampy und Max