Weihnachtsmarkt(?)  musicaltour,   zweiter Streich 07./08.12.
 

 

 


Samstag:

 

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Luzern

Alles fing damit an, das Bäsle uns im Sommer erzählte, dass sie und Mozart bei einem ganz neuen Musical mitarbeiten würden, das in Luzern uraufgeführt würde. Da konnte uns natürlich Nichts mehr bremsen, und Bäsle hat uns auch dann super Karten für den 08.12. besorgt. Also haben wir uns am Samstag auf nach Luzern gemacht. Wir waren mal wieder ziemlich spät dran (wie kommts ??..), aber schafften es noch, so gegen 15:00 Uhr in Luzern zu sein. Aufatmen bei Vampy: „Naja, kann ich wenigstens noch ne Stunde shoppen gehen..“,

aber nix war, zuerst mal mussten wir Hotel suchen *seufz*.

 

 

 

Wir hatten zwar eine Anfahrtsbeschreibung, aber irgendwie kamen wir von einer anderen Seite, ausserdem war dort nicht erwähnt, dass das Hotel mitten in der Fussgängerzone liegt, wir also auch noch ein Stück laufen mussten. Auf jeden Fall sind wir dann, begleitet von Bäsles Versuchen uns richtig zu lotsen, fast eine Stunde durch Luzern geirrt, und da die Schweizer pünktlich sind, waren alle Geschäfte zu, als wir endlich eingecheckt hatten. Selbst Schuld, die Schweizer, Vampy hätte das Bruttoinlandsprodukt bestimmt deutlich gesteigert ;-))). Direkt vor unserem Hotel war ein Handwerkermarkt, aber die fingen auch sofort an, abzubauen, als wir um die Ecke kamen. Na dann eben nicht ;-).

 

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Luzern bei Tag (Winter)

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Luzern
Als wir endlich im Hotelzimmer waren, rief auch schon Bäsle an, und die Beiden (Bäsle u. Mozart) machten sich dann auf den Weg, um uns dort abzuholen.

 

Dann sind wir zum Kultur- und Kongresszentrum in ein Bistro, um die Zeit zu verquatschen, bis die Beiden arbeiten mussten. Das Musical wurde Samstagabend auch aufgeführt, aber dafür konnten wir leider keine Karten bekommen, weil es eine geschlossene Veranstaltung war. Als wir Bäsle und Mozart verabschiedeten und uns für den nächsten Tag verabredet hatten, haben wir uns dann auf die Socken gemacht, um Luzern bei Nacht zu erkunden. Wir sind durch die Altstadt gebummelt, haben uns den Vierwaldstätter See angeguckt, und die wunderschöne Stadt genossen, bis es uns dann doch zu kalt wurde, und wir dann eher die Lokale von innen besichtigen wollten :-). Wir sind dann relativ früh schlafen gegangen, da wir von der langen Anfahrt doch etwas platt waren.

 

Sonntag:

 

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Löwe 
Bäsle kam uns schon um 10:00 Uhr am Hotel abholen, um mit uns ne Stadtführung zu machen. Leider konnten wir die Stadtmauer und die Wehrtürme nicht besichtigen, da diese im Winter geschlossen sind. Aber den berühmten Löwen haben wir uns angeschaut, und wir sind auch in die Gletschergärten, wo es übrigens auch ein absolut witziges Spiegellabyrinth gibt :-).

Nach einer Aufwärmpause musste Bäsle dann los, weil sie ja arbeiten mussten, und wir hatten noch ne knappe Stunde Zeit, die Vampy dann doch noch zum shoppen nutzen konnte, da am Bahnhof ja einige Geschäfte auf hatten ;-).

 

 

Pünktlich 13:30 Uhr waren wir im Foyer, wo uns Bäsle zu ner Backstageführung abholte. Mozart musste auf der Bühne noch Applaus üben, weil er ja inzwischen auch zu den Darstellern gehörte.   Er stellt einen Drachengeist dar, und hat sich nachher, als er kam, extra das Kostüm komplett angelegt :-). Wir durften die Chorgarderobe, die „Kantine“, den Bereich hinter der Bühne, und Bäsles Wirkungsplatz besichtigen. Dann sind wir wieder ins Foyer, weil es ja bald losgehen sollte.

 

 

 

 

Der Drachenstein, eine Geschichte am Fusse des Pilatus.

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Bäsles Arbeitsplatz

Die Handlung des Musicals spielt auf und um den Hausberg Luzerns, den Pilatus. Es gibt eine alte Sage um den Drachenstein, und daran ist die Handlung angelehnt. Dem Drachenstein werden Wunderkräfte zugesprochen, und er ist auch heute noch im Natur-Museum Luzern zu besichtigen.

 

Die Geschichte fängt mit Katja an, einer modernen, alleinerziehenden Frau, die mitten im Leben  steht, sie hat zuhause ein altes Familienerbstück, einen ungewöhnlichen Stein. Aus Angst etwas vom Leben zu verpassen, saugt sie alles, in aller Oberflächlichkeit in sich hinein. An Fastnacht merkt sie plötzlich, das dass Leben das sie führt doch nicht das wahre ist, und verlässt die Feier. Zuhause wartet ihr Vater und ihre kleine Tochter, und sie erinnern sich gemeinsam, wie es früher war. Katjas Freund Alex taucht auf, aber sie erträgt ihn nicht.

 

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Drachenstein Plakat
Als Katja gerade dabei ist, über ihr Leben nachzudenken, erscheint der Mönch Gallus, aus dem Jahr 1502. Er ist auf der Suche nach dem Drachenstein, der den Pilatusdrachen geraubt wurde, und die sich seither furchtbar an den Menschen in der alten Zeit rächen.

Katja will ihm den Stein so nicht geben, und deshalb nimmt er sie in die alte Zeit mit, damit sie selbst lernen kann. Dort platzen sie mitten in die Verlobungsfeier Johanns, dem Sohn des Weibels, die wegen eines Gewitters (Drachentanz), urplötzlich beendet werden muss.

 

Johann gefällt die freie Lebensweise von Katja, sein Weg ist vom Dorf und den Eltern vorgezeichnet. Dann bricht ein Brand aus, und für die Dorfbewohner steht fest, dass er von den Drachen verursacht wurde. Daraufhin sieht Katja ein, dass sie den Stein zurückgeben muss, obwohl sie noch gerne in der alten Zeit bleiben würde, da sie sich inzwischen sehr zu Gallus hingezogen fühlt.

Katja kehrt also in ihre Zeit zurück, und gibt Gallus den Stein.

 

Ihr Leben geht weiter, aber sie vergisst nie die schöne Zeit in der alten Welt, wo sie viel über Zusammenhalt und Freundschaft gelernt hat. Dann eine Hiobsbotschaft: Ihr Vater stirbt. Katja versucht die alten Verdrängungsmechanismen einzusetzen, und sich mit Musik und „Freunden“ zu berauschen und abzulenken, aber das funktioniert Textfeld:  
Der Drachenstein
nicht. Sie hat plötzlich grosse Sehnsucht nach Gallus.

 

Gallus hat inzwischen den Stein an seinen Fundort zurück gebracht, aber es wurde nichts Besser. Er merkt, das er Katja braucht, um das Rätsel zu lösen, deshalb macht er sich auf zu ihr. Das Wiedersehen der beiden ist geprägt von starken Gefühlen und grosser Freude. Katja sucht Gallus` Nähe, aber er unterdrückt, der Konventionen wegen, seine Gefühle.

 

Mit Johann ist inzwischen eine Wandlung vorgegangen, er will sich nicht mehr am alltäglichen Leben beteiligen, und sucht seinen Weg. Da er ihn aber nicht finden kann, gibt es für ihn nur einen Ausweg. Plötzlich ist Johann verschwunden, und Katja geht mit Gallus auf die Suche nach ihm. Sie finden ihn auf einem Felsvorsprung, von dem er sich gerade in die Tiefe stürzen will. Katja überzeugt ihn, dass das Leben doch Lebenswert ist, und durch diese Aussagen findet auch sie ihre Kraft wieder.

Der Drachenstein hat seine Magie wieder gefunden.

 

Katja muss sich vom Dorf und Gallus nur sehr schwer trennen, aber sie muss in ihre Zeit zurück. Gallus schreibt die Erlebnisse auf, und eine neue Sage entsteht....

 

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Mozart mit Maske

In ihrer Zeit findet Katja Frieden mit sich und ihrer Umwelt, aber Gallus fehlt ihr. Als sie den Pilatus besucht, steht er plötzlich vor ihr. Aber es ist nicht Gallus, sondern Maurus, ein Historiker, der sich für den Drachenstein interessiert. Er liest ihr die Sage vor, und die beiden finden sich.............

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Mozart ohne Maske ;-)

Fazit für uns: Es hat sich absolut gelohnt, den langen Weg nach Luzern zu machen. Das Musical ist einfach wunderschön, und sehr emotional angehaucht. Wir hatten mehr als einmal eine Gänsehaut. Was uns aufgefallen ist, ist die starke Dichte, die das Musical bietet. Musik, Texte und Geschichte passen einfach zusammen, und man konnte so richtig in das Musical „versinken“.

Die Darsteller waren durchweg gut, besonders hervorzuheben ist die Stimme von Brigitte Jost (Katja) und die starke Bühnenwirkung von Patric Ricklin (Gallus/Maurus).

Die Lieder sind sehr melodisch und gehen in Richtung Soft-Pop. Was für uns besonders interessant war, war das die Sprechpartien in schwyzerdütsch waren, und die Gesangseinlagen in hochdeutsch gesungen wurden. Wir haben trotzdem fast alles verstanden, auch wenn uns einige Gags entgangen sind. Einige Tanzeinlagen hätte, man sich unserer Meinung nach, auch sparen können, aber es ist ja ne Uraufführung, und von daher kann man ja noch daran arbeiten...

 

Nach der Show haben wir uns dann von Bäsle und Mozart verabschiedet, um uns auf den Heimweg zu machen. Was noch witzig war: Wir haben die ganze Zeit über, wegen Hochnebels, keinen einzigen Berg gesehen. Also wenn uns wer erzählt, in der Schweiz wäre es in Wirklichkeit so platt wie im Norden, und die Berge würden nur für Touristen hin und her geschoben, glauben wir das glatt :-))).

 

 

Liebe Grüsse

Vampy und Max