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Freitag, 27.12.:
Der
Tag fing gut und harmlos an, wir waren zwar etwas knapp auf dem Flughafen
Frankfurt-Hahn, aber Ryanair hat uns trotzdem noch mitgenommen :-).
In Stansted Airport angekommen, hat
Max sich dann um den Koffer gekümmert, während Vampy schon mal losgedüst ist,
um Karten für den Stansted-Express zu besorgen. Die kann man zwar schon von
Deutschland vorbuchen, aber wir waren wegen der Weihnachtsfeiertage etwas spät
dran.
Max war so schlau, und hat beim
auf-den-Koffer-warten schon mal unser Hotel rausgekriegt, diesmal eins das wir
noch nicht hatten. Das Cumberland am Marble Arch. Komisch, wir dachten
Neckermann hat nur Das Holiday Inn und das Chelsea Village in dem City-Tip
Programm :-).
Das Cumberland Hotel war strategisch
gut gelegen, direkt an der Oxford Street mit den vielen, vielen Shops und das
zu den Seasons Sales. Hoffentlich schmelzen da nicht unsere Creditcards *gg*
Auf jeden Fall haben wir uns
dann am Bahnsteig getroffen, und haben
uns mit letzter Not in den vollkommen überfüllten Zug gequetscht. Die Türen
gingen zu, und....NIX passierte. Der Zug fuhr und fuhr nicht ab. Langsam wurde
es warm, und irgendwann kam dann die Durchsage, dass wir alle aussteigen
sollen, und auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig einsteigen sollen. Bloss war
da kein Zug *seufz*. Wir also raus, brav auf den Bahnsteig gestellt, und nach
10 Minuten kommt die Durchsage: „Bitte alle in den Zug am gegenüberliegenden
Bahnsteig einsteigen“ Ja Donnerwetter, da waren wir doch eben schon drin. Da
inzwischen ja noch mehr Passagiere eingetroffen waren, war der Zug natürlich
noch überfüllter, aber wir wollten endlich in die Stadt, und waren deshalb auch
mit Stehplätzen zufrieden. Ein Gutes hatte die Sache ja, weil der Zug so
überfüllt war, konnten die Kontrolleure nicht zu uns durchdringen, und so haben
wurden unsere Hinfahrkarten nicht entwertet. Ebay lässt grüssen ;-))).
Max hat dann noch eine Familie
gerettet. Eine französische Lady hatte sich auch einen Platz im Zug erkämpft
und ist dann in Panik geraten, als sie feststellte dass ihre Tochter nicht im
Zug, war sondern noch auf dem Bahnsteig rumstand. Supermax hat dann die Zugtür
aufgedrückt, so dass die Lady Sekunden vor Abfahrt wieder aus steigen konnte,
das gab natürlich Ärger mit dem Schaffner, aber was tut man nicht alles für
entzweite Familien ?? *gg*
In der Liverpool-Street angekommen,
sind wir dann in die Central-Line Tube umgestiegen, und da Vampy ihren netten
Tag hatte, durfte Max mit dem Koffer gleich zum Hotel durchfahren, während
Vampy sich auf die Socken machte um Karten zu besorgen. Zuerst bei „We will
Rock you“, aber Fehlanzeige, alles ausverkauft *seufz*. Also los zum
Leicester-Square. Dort gab es „Rent“ und „Our House“ *freu*, der Tag war
gerettet :-). Nachdem Vampy sich geteilt hatte, und am Mittag- und
Abendschalter angestanden hat, kam Max dann auch irgendwann angetrabt, und
nachdem wir gerade so schön gespart hatten, und in London ja grad Sales waren,
haben wir in der Regent-Street noch ein bisschen weiter gespart ;-). Viel Zeit
hatten wir ja nicht, da Rent schon um 15:00 Uhr losging.
RENT (UK Tour)
Also
was sollen wir zu diesem genialen Musical noch sagen ? Wir lieben es, und
nutzen jede Gelegenheit es zu sehen. Diesmal war es eine Tourproduktion aus
Leicester, und als Stargast sollte eine gewisse „Caprice“ die Mimi spielen. Bei
unserem Besuch hat sie das natürlich nicht getan, und wir hatten eine etwas
zweitklassige Mimi. Inzwischen haben wir aber rausgefunden, dass Caprice ein
Model ist, wer weiss also, ob die überhaupt singen kann ;-).
Die anderen Darsteller waren durchweg
gut, und uns ist besonders Mig Ayesa als Angel aufgefallen. Der war einfach
klasse :-).Collins hatte eine etwas tiefe Stimme, was sich aber irgendwie gut
einpasste, “I´ll cover you“ mit Bassstimme gesungen hört sich genial an :-).
Es hat uns einfach wieder mal
gefallen, nach einem Jahr Abstinenz dieses tolle Musical zu sehen, und wir
hoffen noch auf viele Tourproduktionen in U.K.
Nach Rent waren wir kurz was essen,
und dann mussten wir uns schon aufmachen, zu Seven Dials, wo im
Cambridge-Theatre „Our House“ läuft.
OUR HOUSE (The Madness Musical)
Dies ist wieder einmal so eine
Show bei der Vampy und Max unterschiedlicher Meinung sind. Deshalb darf Max
auch den Bericht zu „OUR HOUSE“ schreiben. Vielleicht kann Max, als bekennender
Grufti, ja auch etwas mehr mit den Songs von Madness anfangen, die das ganze
Stück in angenehmer Weise durchzeihen. Zum Schlussapplaus wird dann auch noch
„One Step Beyond“ gegeben, so dass das Saxophon glüht. *ggg*
Auch
die Choreographie entspricht dem bekannten Madness Stil, und es ist irgendwie
toll, wenn sich die Darsteller mit den stampfenden Schritte über die Bühne
bewegen und dabei den „Kinnhaken-Schlag“ ausführen. Auch wenn ich (Max) kein
ausgesprochener Madness Fan bin/war, waren die Songs der verrückten Band doch
sehr angenehm und haben die teilweise etwas verwirrende Story positiv
beeinflusst.
Die Story spielt in Camden Town. Ein
Stadtteil von London, der wegen seines Marktes und der ausgeflippten Szene (Hippies, Rastas, Kiffers und Goths) berühmt
und berüchtigt ist.
Es
beginnt mit der Liebe des College Boys Joe zu seiner Freundin Sarah. Nach einer
aufwendigen, von Freunden unterstützten, Jagd nach Verhütungsmitteln, treffen
sich Joe und Sarah alleine und alles scheint auf eine tolle Lovestory
hinzuführen, oder ? Nein ! Denn jetzt
schlägt das Schicksal zu und wer den entscheidenden Punkt nicht mitbekommt,
kann der Story ohnehin nicht mehr so richtig folgen (Ist Vampy offensichtlich
auch passiert)
Also, Joe und Sarah treffen sich auf
einer Parkbank. Joe´s Übermut bewegt ihn dazu ein abgesichertes und verbotenes
Baugelände zu betreten. Doch die Polizei ertappt ihn und es passiert eine Art
„Schicksalsspaltung“, denn Joe steht vor der Entscheidung abzuhauen und sich
vor seiner Verantwortung zu drücken, oder sich zu stellen und die Konsequenzen
zu tragen.
Ausgehend von der dieser
Entscheidungssituation werden nun zwei Stories parallel weitergespielt:
1.
Wie
verläuft Joe´s Leben wenn er jetzt für Flucht entscheidet ( Black ) und
2.
Was
passiert mit ihm wenn er sich stellt und zu seinem Fehler steht. ( White)
Damit das Publikum nicht durcheinander
kommt, sind die beiden Joe´s farblich unterschiedlich gekleidet, weshalb ich
diese beiden nun Black bzw. White Joe
nenne.
Black Joe´s
Story:
Black Joe ist geflüchtet, und mogelt
sich skrupellos durch sein Leben. Er wird erfolgreich und als Immobilienmakler
ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft. Sarah ist Black Joe´s Lebensgefährtin. Und er hat beruflichen
Erfolg und es scheint so, als nur dem Skrupellosen und Ehrgeizigen Erfolg und
das Glück beschert ist. Sogar seine besten Schulfreunde wurden von Black Joe
als Mitarbeiter und Stiefellecker eingestellt. Also alles in Butter in der
Scheinwelt von Joe !?
White Joe´s
Story:
White
Joe hat sich der Polizei gestellt und wird exemplarisch zu 3 Monaten
Jugendvollzug (um ein Beispiel zu statuieren) verurteilt. Das ist schon mal das
Ende seiner Collegekarriere. Joe beginnt eine „Karriere“ als Schildhalter und
steht mit einem Werbeschild (GOLF) auf dem Rücken in London herum. Als
krönender Abschluss wir er dann auch noch einmal in eine illegale Sache
hineingezogen, und bekommt vom Drahtzieher die Schuld zugewiesen. Diesmal
landet er im Knast. Auch Sarah kommt damit nicht klar und verlässt ihn und geht
mit einem Kommilitonen (angehender Anwalt). Joe ist ziemlich down, aber er hat
noch immer seine Prinzipien (Offenheit, Ehrlichkeit und Gefühle)
Black´s and
White´s Story:
Im letzen Teil wird die Vermischung
der Stories deutlicher, da schließlich beide Joe´s auf das gleiche Event
reagieren müssen. Dies geschieht dadurch, dass ein millionenschwerer Immobilien
Mogul aus USA eine Strasse in Camden platt machen will und Joe´s Mutter sich
allerdings weigert das Haus (Our House) zu verkaufen. Um sein Ziel zu erreichen
engagiert der Immobilien Hai Black Joe damit dieser das Haus (sein Elternhaus) abreißen lässt. Karrieregeil wie
Blacky ist, hat damit kein Problem. Allerdings stösst er auf Unverständnis bei
seine Freunden, die sich von ihm abwenden. Auch Sarah verlässt ihn. Black Joe
engagiert einen Bandstifter, und gibt diesem den Auftrag das Haus an einem
bestimmten Tag, an dem Mutti nicht zuhause ist, anzuzünden .
Als White Joe erfährt, dass die
Strasse in der er lebt zerstört werden soll, ergreift er die Initiative. Er
will das Haus und auch die Strasse in Camden retten. Er geht zu einem Anwalt.
Es ist sein Rivale, der mit Sarah zusammen ist. Aber Sarah´s Liebe zu Joe
existiert noch immer, und sie bewundert ihn wegen seines Engagement, Loyalität
und seinen Gefühlen.
Am Ende ist der zu seinen Gefühlen und
Fehlern stehende white Joe der Sieger, weil er seine Sarah wieder hat und seine
Mutter ihn in die Arme schließt. Und er hat Glück, Freude und Freunde gewonnen.
Black Joe, der beinahe seine Mutter umgebracht
hätte, ist der einsamste Mensch der Welt geworden.
Nun kommt aber der BACK TRACE:
Die
Story geht wieder zurück zu dem Punkt, bevor Joe das verbotene Gelände betritt,
und als er aufsteht um den Fehler noch einmal zu begehen, besinnt er sich anders
und konzentriert sich auf das was der lieb hat.... Sarah
Dieses Musical hat eine Moral:
Derjenige, der offen und ehrlich seine Stärken einsetzt und dennoch zu Fehlern
steht und bereut und entschuldigt, wird glücklich zu zufrieden sein. Der, der
vertuscht, seine Fehler wissentlich lebt und versucht durchzuziehen, obwohl er
eigentlich weiß das es falsch ist, wird der einsamste Mensch der Welt und
unglücklich.
Fazit: Ich (Max) finde die Show sehr
ansprechend, allerdings auch sehr verwirrend. Wer Schlüsselszenen verpasst,
verliert den Faden. Der sehr starke Dialekt macht es für Ausländer, noch
schwerer dieser komplexen Story zu folgen. (Max und Vampy hatten deutliche
Schwierigkeiten der Darsteller zu verstehen)
Ich (Max) denke, dass sich jeder eine
eigene Meinung über die Show bilden muss. Es ganz schön war, aber ist nicht der
Megaknaller, den ich mir jedes Mal anschauen werde. Vampy sieht dir Show
kritischer, weil es zu konfus war, was ausser Frage steht . Aber vielleicht ist
das ja auch eine der Shows, die man zweimal sehen muss um ein endgültiges
Urteil zu fällen *malmitVampyred* :-)))
Mein Senf *grins* (Vampy): Also, mir gefällt die Musik eh nicht
so gut, und ich hab den Faden verloren, was bei dem ganzen Cockney-Englisch
allerdings auch kein Wunder war... Der Vater war faszinierend, weil er immer
wieder aufgetaucht ist, die Wahrheit ausgesprochen hat, aber keiner ihm richtig
zugehört hat. Fast wie im richtigen Leben :-).
Die
Trennung zwischen black and white kam bei mir nicht so an, deshalb fand ich das
Stück stellenweise langweilig. Ein zweites Mal ? Mal sehen.... Bei mir muss in
einem Musical in erster Linie die Musik stimmen, bzw. mein Geschmack getroffen
sein, und das ist bei Madness leider nicht der Fall. Ich mag „We will Rock
You“, trotz der absolut miesen Story, deshalb kann ich auch jeden verstehen,
der „Our House“ mag, auch wenn es nicht mein Ding ist :-))).
Die Show dauerte bis kurz vor 23:00
Uhr, und da wir keine Lust hatten, einen Late-Night-Pub zu suchen, bzw. die,
die wir kennen ziemlich weit waren, sind wir ins Hotel, um es uns dort in der
Hotelbar noch kurz gemütlich zu machen. Aber was für eine Überraschung: Das
Hotel hatte gar keine Bar, sondern einen eigenen, gemütlichen Pub, der nur für
Hotelgäste zugänglich ist, und deshalb bis 3 Uhr Nachts geöffnet hat. Endlich
mal ein Pub, bei dem wir den „Last-Call“ nie zu hören bekamen ;-))).
Samstag, 28.12.:
Morgens haben wir noch eine
Besonderheit des Hotels kennen und genießen gelernt: Das Frühstück wird nämlich
auf’s Zimmer gebracht. Das war absolut in Vampys Sinne :-). Gemütlich im
Hotelzimmer frühstücken, nicht auf Max warten zu müssen, und rauchen können,
wenn man Lust darauf hat :-).
Auf jeden Fall sind wir durch diese
Frühstücksmethode morgens immer schneller fertig gewesen, als normal, und
konnten uns so fix in den Trubel stürzen.
Und den gab´s auch massenweise, durch
die Sales hat sich ganz Great Britain entschlossen, an diesem Tag in London
zu shoppen, und wir sind nur über Seitenstrassen unzerquetscht zum Leicester Square gelangt.
Diesmal entschieden wir uns für Romeo
& Juliet und Taboo. Da wir noch etwas Zeit hatten, haben wir uns in die
Bereiche abgeseilt, die nicht gerade Haupteinkaufsstrassen sind, um dort ein wenig zu bummeln. Natürlich sind
wir auch beim endlich wiedereröffneten Dress Circle vorbei, um unsere
CD-Sammlung noch etwas aufzustocken ;-). Dann war es auch schon wieder Zeit,
uns zum Piccadilly-Theater durchzukämpfen, wo Romeo & Juliet lief .
Wer kennt nicht Shakespeares tragische
Story von der Familienfehde der Capulet’s und Montague’s ? Und da kommen
ausgerechnet Franzosen hin, und setzen diese Story in England auf der Bühne um
?? SKANDAL ! So in etwa reagieren die Briten leider auf dieses fantastische
Stück, es ist nämlich ziemlich dürftig besucht, und war auch jeden Tag am TKTS
(Half Price Ticket Booth), was das Stück, unserer Meinung nach absolut nicht
verdient hat.
Das ganze fängt mit einer
Messerstecherei auf offener Strasse an, dass der Prince von Verona (die Stadt,
nicht die Feldbusch *gg* ) mit der Drohung beendet, das der nächste, der den
Frieden stört, stirbt. Dann wird die ewig bestehende Familienfehde erklärt, und
schon schleicht sich Romeo Montague mit seinen Freunden auf einen Maskenball
der Capulets ein. Juliet Capulet soll dort eigentlich die ersten zarten Bande
zu Paris knüpfen, dem sie versprochen wurde, aber sie sieht Romeo, und beide
sind hin und weg. Tybalt, der auch ein Auge auf Juliet geworfen hat (er ist ihr
Cousin) beobachtet das Treiben, und entlarvt die Montague`s. Natürlich fliegen
sie raus. Romeo schleicht sich aber zu Juliets Schlafzimmer, und beide gestehen
sich ihre Liebe und wollen heiraten. Noch in der Nacht schafft es Romeo, den
Priester zu überzeugen, dass das gut geht, indem er ihm sagt, das es leichter
ist zu hassen, als zu lieben, und die Nachkommen ja nichts für alte
Familienfehden können. Juliets Kinderfrau hilft ihr auch, und so können sie in
der nächsten Nacht heiraten.
Die Hochzeit bleibt natürlich nicht
geheim in Verona, und Romeo gerät in Streit mit seinen Freunden, die glauben,
dass er sie verraten hat.
Tybald flippt total aus, und will
Romeo ermorden. Romeo möchte nicht kämpfen, aber sein bester Freund Mercurio
lässt sich auf den Streit ein. Ehe Romeo es verhindern kann, hat Tybald
Mercurio erstochen. Als Tybald dann auch noch lachend da steht, reicht es
Romeo, und er tötet Tybald. Der Prince trifft die Entscheidung, Romeo aus
Verona zu verbannen. Seine letzte Nacht verbringt er bei Juliet, und muss
morgens dann verschwinden.
Juliets Eltern sind nun, genau wie die
Kinderfrau, der Meinung, dass es höchste Zeit ist, sie mit Paris zu
verheiraten. Sie will aber nicht, und sucht bei dem Priester Rat. Der gibt ihr
ein Mittel, mit dessen Hilfe sie 1 ½
Tage wie tot sein kann, und er hofft, dass die Eltern dadurch Vernunft
annehmen. Juliet schluckt das Mittel, und jeder denk, sie ist tot. Der Priester
hat noch eine Nachricht an Romeo geschickt, die aber nicht ankam, weil der Bote
unterwegs festgenommen wurde.
Also geht ein Freund von Romeo hin,
und erzählt ihm, das Juliet tot ist. Romeo eilt in die Gruft, und als er die
„tote“ Juliet sieht, bringt er sich um. Juliet wacht auf, sieht den toten
Romeo, und weiß auch keinen besseren Ausweg, als sich ebenfalls umzubringen. Im
Angesicht der toten Kinder erkennen, die Familien, wie grausam ihre Fehde doch
ist, und schließen, leider zu spät, endlich Frieden...
Die Musik ist in Richtung Pop
angelegt, und es gibt viele tolle Balladen. Das Stück beginnt, mit dem, von
Michael Cormick stimmgewaltig vorgetragenen „Verona“ Irgendwie hat uns das an
Notre Dame des Paris erinnert, das auch mit einem Knallersong anfängt. Die
Balladen von Romeo (Andrew Bevis) und Juliet (Lorna Want) sind einfach
herzzerreißend schön. Es gab auch zwei tolle Ensemblenummern, die beide etwas
fetziger waren, also gute Abwechslung.
Die Darsteller waren allesamt klasse,
vor allem Romeo und Juliet glaubte man die Liebesgeschichte total, und so kam
es bei deren Tod auch zu nicht wenigen Schniefern im Publikum. Was interessant
war, waren die Kostüme. Die ältere Generation war nach der damaligen Mode
gekleidet, und die Jüngere in Jeans und Leder. Nur Juliet trug die ganze Zeit
ein „zeitgemäßes“ Kleid, und Romeo war nach seiner Vertreibung aus Verona auf
einmal auch „erwachsen“.
Die Kulissen bestanden zum grössten
Teil aus Eisentreppen und –gestellen, und es wurde nach französischer Manier
fröhlich darauf rumgeturnt. Das war jetzt für uns das zweite französische
Musical, und wir können nur sagen, wenn alles so ist, nur her damit :-))).
Wir haben zum Programm noch ne 4-Track
Aufnahme des Musicals dazu bekommen, die aber leider die schönste Ballade, „All
days are the same without you“ nicht enthält. Für Februar ist aber eine gesamt
CD angekündigt, hoffen wir, dass sie noch zustande kommt.
Nach Romeo und Juliet gönnten wir uns
ne kleine Pause, um dann zum Venue, zu Taboo aufzubrechen.
Den Inhalt haben wir ja schon
beschrieben (Siehe Bericht vom Aug 2002 www.musical-fans.de/Berichte/berichte.html ) ,
und es gibt jetzt auch endlich die CD, was uns sehr gefreut hat. Mal wieder
sollte Boy George himself den Leigh
Bowery spielen, und mal wieder war er nicht da. Wir halten das Ganze inzwischen
für einen Werbegag, um Publikum anzuziehen, denn es ist im Westend absolut
nicht üblich, dass die Erstbesetzungen Samstagabends nicht spielen.
Der geniale Euan Morton als Boy-George
Double hat die Show inzwischen verlassen, und stattdessen spielt jetzt Stephen
Ashfield, auch nicht schlecht, aber er kommt nicht ganz an die Klasse und
Ähnlichkeit seines Vorgängers heran.
Wir hatten mal wieder einen schönen,
unterhaltsamen Theaterabend, und wünschen dem Stück in NY viel Glück :-).
Nachher waren wir ziemlich fertig, und
sind deshalb auch ausnahmsweise mal sofort ins Bett.
Sonntag, 29.12. :
Heute stand mal keine Show an, ausser
Lion King und Chicago, wurde auch nichts gespielt, deshalb auf zu unserem
liebsten Sonntagsvergnügen...Camden :-)
Davon bekommen wir nie genug, und es
macht immer wieder Spass dort zu stöbern, da es immer viel Neues zu endecken
gibt.
Bei Drag-Strip wurden wir diesmal
besonders Fledermaus-fündig, nur die Zähne für 30 Pfund haben wir da gelassen,
weil uns keiner garantieren wollte, das sie halten :-). Vor der Tür haben wir
dann noch Kevin in Plastik getroffen, er war aber etwas schweigsam ;-).
Beim Inder um die Ecke endeckten wir
dann noch Gardinen, die wir unbedingt brauchen, und bestimmt nie in Deutschland
bekommen, und Max fing langsam an, die Kapazität des Koffers zu berechnen, und
seine Armmuskeln zu überprüfen ;-).
Es war übrigens kühl und feucht, aber
es gibt ja kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung, und überall gab es
Stände mit „Mulled Wine“ der englischen Version von Glühwein, da kam doch fast
wieder Weihnachtsmarktstimmung auf. Natürlich haben wir in Camden auch ne
Gedenksekunde an unsere Esme abgehalten, der wir es jedoch von Herzen gönnten,
dass sie Weihnachten und Silvester zuhause war ;-).
Nach noch ein paar kleinen Einkäufen
hatten wir dann genug, und waren hungrig. Da wir ja Zeit hatten, haben wir erst
mal unsere
Einkäufe ins Hotel geschleppt, und uns dann auf nach Chelsea, zu
unserem Lieblings-Asiaten gemacht. Aber, Oh Schreck, die hatten
anscheinend inzwischen nen Kurs in : „Wie schleust man gaaaanz schnell Gäste
durch? „ gemacht *seufz*. Dauernd sind die während des Essens um
uns rumgesprungen, und sie hatten schon abgeräumt, als wir noch am letzten
Bissen kauten, und das obwohl das Lokal nur halb voll war. Unter Hinterlassung
eines „verdienten“ Trinkgeldes haben wir dann die gastliche Stätte verlassen,
und für uns das Lieblingslokal gestrichen.
Zum Glück war unser Lieblingspub am
Trafalgar (The Chandos) noch ganz der Alte, und so konnten wir den Abend nett
beschliessen.
Montag, 30.12.:
Wir wussten, dass irgendwo in London
Peter Pan läuft, haben aber nirgendwo Werbung oder Plakate entdecken können.
Auf Nachfrage bekamen wir raus, dass es in der Royal-Festival-Hall lief, und zu
guter Letzt entdeckte Vampy in der What`s on einen Artikel mit Telefonnummer
zum Karten bestellen. Es gab leider nur noch Einzelplätze, aber was solls ? Auf
jeden Fall hatten wir für abends Tickets.
Eigentlich wollten wir heute keine
zwei Shows, aber es kam anders. Wir wachten auf, guckten raus... alles Trocken.
Ein toller Tag zum Gruftsuchen dachten wir, weil wir endlich mal den
Bunhill-Fields Friedhof sehen wollten, der ganz toll sein soll. Wir machten uns
also munter zu Fuss auf den Weg, weil man so unterwegs noch so vieles Entdecken
kann. London ist eh eine Stadt, die erlaufen werden muss, wenn man wie die
meisten Touristen nur mit der Tube von Event zu Event fährt, bekommt man die
schönsten Ecken gar nicht mit.
Auf jeden Fall begann es kurz vor
unserem Ziel plötzlich fürchterlich zu regnen, so das wir trotz Schirm und Kapuzen
in kürzester Zeit total nass waren, und es hörte nicht auf. Wir sind noch in
ein Cafe, um den Regen eventuell abzuwarten, aber da hätten wir lange warten
können.
Da kam uns die glorreiche Idee, ins
Museum zu gehen, bloss diese glorreiche Idee hatten an dem Tag sämtliche
Touristen, und alles war überfüllt *seufz*. Was blieb uns da noch ?? Klar ne
Show muss her, da ist es warm und trocken. Wir also mal wieder zum
Leicester-Square, und *freu* es gab Mittags ne LesMis Weihnachtsmatinee im
Angebot, normal spielen sie ja nur Donnerstag und Samstag Matinee.
Also auf zum Palace Theater....
LES MISERABLES
Ganz
kurz: es war, wie immer, Klasse und uns
hat besonders gefallen, das Hans Peter Janssens endlich wieder als Valjean
zurück gekehrt ist. Jerome Pradon hat die Show inzwischen verlassen, und sein
Javert- Vorgänger Michael McCarty war wieder da. Eigentlich schade, wir hätten
Pradon noch mal gerne gesehen, obwohl McCarthy auch super ist.
Interessant war noch, das Enjolras in
der Pause sang und klanglos ausgetauscht wurde, obwohl er vorher eigentlich
ganz fit aussah.
Nach LesMis mussten wir dann sofort
zur Royal-Festival-Hall, da Peter Pan bereits um 19:00 Uhr begann. Die Halle
liegt auf der südlichen Themseseite, neben dem London-Eye. Dort haben wir, trotz
Eile ne kurze Gedenkminute eingelegt, und uns an unseren üblen Flug mit dem
Ding erinnert. Nee, nie wieder ;-)).
Weiter zur Halle, und da haben wir
erst mal gestaunt, das ist ein Riesenkomplex, mit mehreren Theatern. An dem
Abend gab es auch noch ein Gospelkonzert, und was klassisches in anderen
Säälen. Der grösste Saal gehörte aber Peter Pan, und das war auch gut so, es
war nämlich rappelvoll.
Wir
hatten trotz später Buchung gute Plätze, zwar getrennt, aber beide in Reihe 9
bzw. 10. Die Geschichte fing damit an, das die Erzählerin Susannah York auf der
Bühne erschien, und von dem Jungen, der niemals erwachsen werden wollte,
erzählte. Cut, ins Schlafzimmer der Familie Darling, dort sollen Wendy, Michael
und ...., die Kinder der Darlings gerade ins Bett gehen. Die Eltern wollen
ausgehen, aber die Mutter ist etwas beunruhigt, weil sie einen Schatten am
Fenster entdeckt hat. Als die Eltern weg sind, erscheint zuerst ein Licht, es
ist Tinkerbelle, die Fee, und ihr folgt auch Peter Pan, er bittet Wendy mit ins
Neverland zu kommen, weil seine verlorenen Jungs eine Mama wollen, die ihnen
Geschichten erzählt. Alle fliegen los, und dabei wird auch der Name der Insel
Neverland erklärt, man kommt nach
Neverland, wenn man immer zu den Sternen fliegt, und niemals landet.
Die verlorenen Jungs sehen die
Darlings mit Peter kommen, und durch einen Irrtum, schießt einer einen Pfeil
auf Wendy ab, die dadurch verletzt wird. Das heilt aber wieder, und Wendy
erklärt sich bereit, Mama zu spielen.
Inzwischen ist aber auch Hook
aufgetaucht, der sich an Peter Pan rächen will. Peter hat ihm die grösste
Schmach seines Lebens zugefügt, er ist Schuld, das das Krokodil mit dem Wecker
im Bauch, Hooks Arm abgebissen hat.
Wendy und Peter werden an einem Strand
in die Falle gelockt, und sollen dort jämmerlich ertrinken. Tinkerbelle rettet
sie.
Irgendwann merkt Wendy, das sie wohl
doch zu jung ist, um Mama von so vielen Jungs zu sein, und beschliesst nach
hause zu gehen. Sie möchte die verlorenen Jungs mitnehmen, da sie sicher ist,
dass ihre Eltern sie adoptieren. Peter entscheidet sich, in Neverland zu
bleiben, aber er verspricht Wendy, täglich seine Medizin zu nehmen. Er schläft
ein, und währenddessen tauscht Hook die Medizin gegen Gift aus. Tinkerbelle
trinkt die Flasche aus, und kann nur erwachen, wenn das ganze Publikum bereit
ist, an Märchen zu glauben. Natürlich ist, das der Fall, und Peter zieht los,
um Wendy, ihre Brüder und die verlorenen Jungs zu retten. Die wurden nämlich
inzwischen von den Piraten gekidnapped. Alles geht gut, und Wendys Eltern
adoptieren die verlorenen Jungs.
Peter verspricht Wendy, jedes Jahr zum
Frühjahrsputz zu erscheinen, aber sie sieht ihn jahrelang nicht mehr, da er ja
zeitlos lebt, und nicht weiss, wann Frühjahrsputz ist. Als er wieder auftaucht
ist Wendy eine alte Frau, und die beiden nehmen Herz zerreissend Abschied
voneinander.....
Bei diesem Musical ging unsere
Begeisterung wieder etwas auseinander, Vampy war hin und weg, während Max es
ein bisschen kitschig fand ;-).
Stimmt, Max hätte Tinkerbelle bestimmt
nicht gerettet *gg*.
Was interessant war, ist das Peter Pan
von einem Mann (James Gillan) gespielt wurde. Normalerweise ist es eine
Frauenrolle. Seine musikalischen Highlights, wie „Coock-a-doodle-doo“ und
„There`s always tomorrow“ kamen mit der sanften Männerstimme wirklich super
raus. Wir freuten uns auch, Lottie Major mal wieder sehen zu können, die wir
schon bei Whistle down the Wind sehr gerne mochten. Wo wir grade bei der Musik
waren, die CD dazu gibt es leider noch nicht, dabei gibt es so viele tolle
Lieder, u.a. „just beyond the stars“, das Barbara Köhler in der deutschen
Fassung (unter`m Sternenzelt) schon auf der CoM 2001 gesungen hat.
Das Bühnenbild war etwas sehr einfach
dargestellt, O.K. die Produktion läuft nicht so lange, aber man hätte sich,
unserer Meinung nach, etwas mehr Mühe geben können.
Weil Max nicht neben Vampy saß, hat er
mal wieder die Gelegenheit ergriffen, Fotos zu machen. Vampy hat nämlich nicht
den Nerv dazu, vor allem seit Max bei Rent erwischt wurde, und diese Tatsache
Vampy peinlicher war, als Max. Seinem Nebenmann, der interessiert fragt, warum
er fotografiere, erzählte Max ganz dreist, er sei aus Deutschland, und würde an
Musical-Berichten arbeiten... So ganz gelogen war das ja nicht, aber der Nebenmann
hat ihn von da an für einen Reporter gehalten ;-)).
Nach diesem schönen Theatererlebnis,
sind wir dann ins Bett, um für Silvester fit zu sein.
Dienstag, 31.12.:
Wir wollten die Hoffnung nicht
aufgeben, und haben uns gleich morgens noch mal zum Dominion aufgemacht, um
nach „We will Rock you“ Karten zu fragen.
Und wir hatten Glück, es gab noch bzw.
wieder Karten für die Matinee. Es lohnt sich, auch bei ausverkauften Shows,
immer wieder so gegen 10:00 Uhr direkt zum Theater zu gehen, und nachzufragen,
da in den meisten Theatern dann die Stornos für den Tag eingebucht sind.
Dann sind wir zum Covent Garden, um
noch mal in Ruhe das Klima dort zu geniessen. Im Gegensatz zum Sommer hatten
wir ja immer nur ein paar Stunden Zeit, deshalb war es nicht möglich
irgendwelche grösseren Ausflüge zu machen. Bei dem Wetter das wir hatten, hätte
es sich allerdings auch kaum gelohnt, greater London zu erkunden. So sind wir
halt oft in der Stadt herumgewandert, haben die vertrauten Orte begrüsst, und
immer wieder Neues entdeckt :-).
Da wir die böse Befürchtung haben, das
Romeo & Juliet nicht mehr lange überlebt, und nachdem das Stück uns so gut
gefallen hat, sind wir zum letzten Mal zum Booth, und haben die Abendshow
gesichert.
In
dieser Aufführung mussten wir erstmals auf die beiden Hauptdarsteller Tony
Vincent (Galileo) und Hannah Jane Fox (Scaramouche) verzichten. Beide wurden
von Alternates ersetzt. Unsere Befürchtungen, dass das Stück deutlich an Klasse
verlieren könnte, wenn die beiden nicht mehr da sind, haben sich allerdings
nicht bewahrheitet. Gut, es war nicht so perfekt, als wenn First Cast gespielt
hätte, aber es hat trotzdem mal wieder ohne Ende Spass gemacht.
Irgendwie können wir von den toll
interpretierten Queen Songs nicht genug bekommen, und zum Glück gibt es ja
jetzt auch die CD :-). Das Stück bleibt weiter bei uns auf den vorderen
Plätzen, und wir hoffen schwer, dass die Stage Holdig es NICHT nach Hamburg
bringt und eindeutscht ;-)).
Nachher sind wir dann durch die
überfüllte Stadt zum Picadilly Theatre, um noch mal Romeo & Juliet zu
sehen. Wir waren mal wieder total gefesselt, aber ne zweite Beschreibung sparen
wir uns und Euch ;-)
Wir
hatten Sekt eingepackt, um in Londons Strassen standesgemäss Silvester zu
feiern, aber was war mit London los ?
Im Gegensatz zum letzten Jahr waren
Drinks, Flaschen, etc. überall verboten, und je nachdem, wo man vorbei kam,
wurden sogar Rucksäcke gefilzt. Viele Pubs waren zu, und in einem unserer
Lieblingspubs wollte sie plötzlich 5 Pfund Eintritt. Kein Wunder, das der
Betrieb leer war *seufz*.
Auf den Strassen waren Millionen von
Leuten unterwegs, und fast so viele
Polizisten. Irgendwie war das Klima nicht gemütlich, deshalb sind wir in den
Hotel Pub, um dort Silvester zu feiern. Das wurde dann doch noch schön :-).
An Silvester ist es Vampy auch endlich
gelungen Max sein Handy zu entreissen, und ihre Sim-Karte einzubauen, so kamen
unsere Lieben auch noch zu Silvester SMS :-). Vampys Handy war eh so ein Thema.
Ihr eigenes hat kurz vor Weihnachten den Geist aufgegeben, mit dem Ersatzhandy
kann man einen Einbrecher niederknüppeln, aber nicht SMSen oder gar
telefonieren. In London ist es die ganze Zeit ausgefallen, bzw. hat gepiepst,
wenn es nix zu piepsen gab, und keinen Laut gegeben, wenn es nötig gewesen
wäre. Vampy lief also dauernd Gefahr, wenn wir uns getrennt hatten, verloren zu
gehen, auch wenn sie behauptet, dass sie in London nie verloren gehen kann
*gg*. Was ja auch wieder stimmt. NaJa, auf jeden Fall musste Vampy mal
Britische Pfund mit sich tragen, und selbst auf ihre U-Bahn Karte aufpassen,
und wir haben immer einen Notfalltreffpunkt ausgemacht, falls doch wer verloren
geht. Soviel von ehemaligen Handy-Verweigeren zum Thema *breitesgrinsen*.
Mittwoch, 01.01.
Da wir einen Nachmittagsflug gebucht
hatten, blieb uns nicht mehr viel Zeit. Nachdem wir mit Mühe und Not unsere
Sachen im bedrohlich angeschwollenen Koffer verstaut hatten, sind wir noch mal
losgezogen, um uns bis zum nächsten Mal von London zu verabschieden.
Nachdem wir gemütlich durch Mayfair
gewandert waren, wo wir auch noch ein, zwei Pubs entdeckten, die wir demnächst
unbedingt besuchen wollen, überfiel uns der Hunger, und wir gingen so richtig
britisch essen *gg*. Zu Belgo, einen Restaurant, das belgisches Essen, und
belgisches Bier anbietet. Auf Bier hatten wir mittags noch keine Lust, aber der
„Quick Lunch“ dort ist echt zu empfehlen. Von 12:00 Uhr bis 17:00 Uhr bekommt
man dort nämlich Muscheln, Hähnchen, Fisch und Steaks zu günstigen Preisen,
noch dazu mit einem Freigetränk, während man abends beim Anblick der Preise nur
noch den Geldbeutel festhält ;-)).
Dann sind wir noch zur Carnaby Street,
um uns bei Lush noch richtig einzudecken. Wer originelle Mitbringsel sucht,
oder sich selbst verwöhnen möchte, ist bei den Erfindern der Badebombe immer
gut aufgehoben. Dort gibt es hausgemachte Körperpflegeprodukte aller Art, und
die Badebomben gibt es inzwischen auch schon mit Blüten oder Sternchen :-)).
Nach einer Viertelstunde muss man den Laden allerdings verlassen, weil man sonst
vor lauter Duft ohnmächtig wird ;-)).
Danach haben wir noch im Libertys
Station gemacht, ein ganz gediegenes Kaufhaus, in einem alten Fachwerkbau, die
allerdings die schönsten Karten von ganz London haben. Vampy hat natürlich
gleich ne Fledermauskarte gefunden, und war mal wieder sehr zufrieden ;-).
Dann war auch schon wieder Zeit, durch
den strömenden Regen zum Hotel zu flitzen, um den Koffer abzuholen. Das ist gar
nicht so einfach, wenn man durch die Oxford Street muss, und gerade Sales sind
;-). Wir haben noch an einigen Läden angehalten, um nur mal schnell zu gucken
;-). Die dabei erworbenen Klamotten mussten wir dann in Plastiktüten in den
Flieger transportieren :-). Na hoffentlich weiss unser Joschi (unsere Katze) es
zu schätzen, dass er nun von handbemaltem englischen Porzellan fressen
darf *g*.
Zum Glück lag unser Hotel direkt an
der Tube-Station, deshalb konnten wir dann, etwas später als geplant, aber ohne
weitere Ablenkungen, nach Stansted fahren.
Der Flieger war pünktlich, wir etwas
abgehetzt, aber wir haben trotzdem noch Plätze nebeneinander bekommen, und so
sind wir, etwas wehmütig wieder gen Heimat geflogen.
Noch ein Wort zum Wetter: Auch wenn es
oft und ausdauernd geregnet hat, war dieser Trip in der Reihe unserer
Dezemberausflüge der Wärmste :-).
In
England, bzw. London spürt man immer den Einfluss des Golfstroms, so das es
dort nie wirklich kalt wird. Die Daunenjacken und Handschuhe konnten wir
getrost zuhause lassen, und für uns ist es auch immer wieder toll, mitten im
Winter die grünen Wiesen, die teilweise noch belaubten Bäume und nicht zuletzt,
die Blumenkästen mit echten Blumen zu bewundern. Schee wars :-))))))
London, wir kommen wieder :-))).
Liebe Grüsse, und ein tolles 2003
Vampy und Max