( 30.Juli – 12.Aug.von Max und Vampy)

Wie nun schon einige wissen, ist London für uns als Musicalmetropole und Weltstadt das Größte. Und da Max von seiner Firma einen zweiwöchigen Englischkurs erhalten hatte, konnten wir das mit unserem Sommerurlaub wunderbar kombinieren :-))) Super ! Zwei Wochen in unserer Lieblingsstadt... ein Traum! *ggg*
Hier ist unser Bericht, in dem es nicht nur um Musicals geht, sondern auch Hinweise und Anregungen gibt, was man in London alles machen kann, wenn man das übliche Mainstream Sightseeing schon hinter sich hat :-)))
Viel Vergnügen beim Lesen :-)))
Sonntag
Um es gleich vorweg zu nehmen *g* Es gab beim
Hinflug null Komplikationen *g* Die Wecker wurden erhört, und wir sind mal
ganz normal, ganz ohne ausgerufen zu werden, nach London geflogen. Die
Hoteladresse bekam wir auch problemlos raus, und wir haben unser Lieblingshotel
in Chelsea erwischt. JAAA, wir haben auch gestaunt. Als wir nach dem einchecken
in die Stadt sind, hat Vampy dort auf der Strasse einen Stern gefunden. Da
wussten wir, dass dieser Londontrip bestimmt unter einem guten Stern steht
:-))))

Wir
waren schon relativ frühzeitig im Hotel, und weil es sehr heiss war, haben wir
uns erst mal in die Parks aufgemacht. Ganz London war unterwegs, und an jeder Ecke gab es etwas zu sehen, bzw. auch
zu hören. Musik, Menschen und total schöne Sonntagsstimmung. Abends haben wir
dann ein wenig Chelsea erkundet, und Vampy mit ihrer untrüglichen Spürnase auch
noch einen wirklich wunderschönen Friedhof entdeckt. So richtig toll mit
zugewucherten Sarkophargen, schiefen Grabsteinen und verwitterten Denkmälern.
Unser Tag gerettet, und wir beendeten ihn mit einer zünftigen Pub-Tour durch
Chelsea ....It’s midnight in Chelsea... *singen* *g*
Montag
Max’
erster Schultag *g*. Da Vampy ihren Max nicht alleine zur Schule lassen wollte,
sind wir beide in aller Frühe aufgestanden, und haben uns auf den Weg in die
Stadt gemacht. D.h. das wollten wir, nur die U-Bahn wollte nicht. Leider
stellte sich heraus, dass die Telefonnummer von der Schule nicht ganz stimmte,
deshalb kam Max nach einigen Telefonaten und einer verzwickten Bustour, bei der
wir mehrmals umsteigen mussten 1 Stunde zu spät an.
(Vampy) Als ich Max gut in der Schule verstaut hatte, habe
ich mich dann aufgemacht, um Karten zu besorgen. Am Leicester Square gab es
nicht unbedingt das was ich wollte, aber was sollte es ? Wir hatten ja noch
viel Zeit, die Shows zu geniessen und wollten eh nicht jeden Tag in eine.
Da ich ja wusste, dass Chitty Chitty Bang Bang
ziemlich ausverkauft ist, bin ich dann erst mal zum Palladium.
Als ich draussen die Bilder mit den quietschbunten Kostümen sah, kamen mir schon wieder Zweifel, ob uns das gefällt. Aber ich wollte ja unbedingt Michael Ball sehen *g*. Deshalb bin ich an die Kasse, und nachdem mir der nette junge Mann dahinter fest versprochen hat, dass Michael dann auch spielt, falls ihm zwischenzeitlich nichts passiert, hab ich dann für Mittwoch Karten geholt.
Da
ich schon mal an der Oxford Street war, bin ich dann, mit kurzen Aufenthalten
in diversen Shops, in Richtung Dominion, um dort auch die Karten für „We will
Rock You“ zu holen. Zum Glück war ich so schlau *g* Zwei Tage später hätten wir
bestimmt nichts mehr bekommen. In der ersten Woche gab es ausser Stehplätzen
nichts mehr, und in der zweiten bloss noch einzelne Plätze. Nach langem Suchen
hat die Ticketdame dann doch noch zwei Plätze nebeneinander für den
darauffolgenden Montag gefunden *jubel*.
Da Max an dem Tag bis 17:00 Uhr Schule hatte, sind
wir abends gleich in der City geblieben, um ein wenig zu shoppen, und nach
einem schönen Pub-Abend sind wie dann müde ins Bett gefallen.
Dienstag
Dienstags gab´s am Leicester Square Karten für Abba
Mania. Dort mussten wir natürlich hin.
Aber zuerst sind wir Mittags nach Richmond, einem
dörflichen Vorort von London. Wir haben mal wieder darüber gestaunt, dass man,
nur 30 Minuten von der City entfernt, solche idyllischen und grünen Plätze
entdecken kann. Nach einem langen Spaziergang an der Themse, der durch grüne
Wälder und an Bächen vorbei führte, sind wir dann zum Hotel, um nach kurzer Pause ab in die Stadt zu düsen, zu Abba Mania
ABBA Mania
ABBA Mania ist kein Musical, sondern eher ein Revival-Konzert. Das haben
die Akteure auch von Anfang an klar gemacht: „We want Party“. Das hatten wir
dann auch, Party ohne Ende. Das Publikum wurde zum mitsingen animiert, und es
dauerte keine zwei Songs, bis alles stand, in den Gängen tanzte und mitgesungen
hat. Die wirklich tollen Akteure hätte man direkt mit den original ABBA´s
verwechseln können. Vom Ablauf her, waren die Songs so ausgewählt, dass es
immer wieder tolle Sing- und Tanzszenen gab, die sich auch mit den ruhigeren
Liedern abwechselten.
Wir wissen nicht, was toller war: Den ganzen Saal bei
„Take a chance on me“, oder „What´s the name of the game“ klatschen, jubeln,
singen und tanzen zu sehen. Oder die fantastischen Minuten, als Publikum und
Darsteller gemeinsam „I have a dream“ gesungen haben.
Total erledigt, klatschnass und megahappy sind wir
dann zum Hotel, wo wir singend eingeschlafen sind. „I have a dream, a song to
sing...“ *insTraumlandwechselnd*
Mittwoch
Zuerst mal hatten wir Regen *g*
Max ist brav zur Schule, und Vampy war in der Stadt
unterwegs. Abends sind wir dann zu Chitty Chitty Bang Bang. Um es vorweg zu
nehmen: wir fanden das Musical an sich gar nicht so schlecht. Es ist halt etwas
älter, aber wir fanden die vielen Special-Effects ganz gut. Musikalisch gab es
für uns nicht so viel zum merken, ausser vielleicht „Hushabey Mountain“
Chitty Chitty Bang
Bang
Das
Musical war, wie wir schon erwartet hatten, recht konservativ und im
wesentlichen für Kinder ausgelegt, wobei aber auch Erwachsene Ihren Spaß
hatten. Anders als vielleicht bei Dr.Dolittle“ wurde sehr viel Wert auf Details
im Set und einen hohen Standard hinsichtlich der technischen Effekte gelegt. Wo
sieht man den schon einen Oldtimer fliegen ? Wobei es dies offensichtlich bei
der Premiere, laut Max’ Lehrerin nicht tat *gg* Die Story war durchgängig und es gab die Bösen und die Guten,
wobei zum Schluß die Bösen verloren haben und die Guten glücklich waren. Und
wenn sie nicht gestorben sind .... *gg*
Inhaltlich geht es um den genialen
Erfinder Caractarus Pott, der für seine Kinder alles tut und einen alten
Schrotthaufen von Rennwagen kauft um diesen neu aufzubauen, mit einigen
genialen Extras versteht sich (schwimmt, fliegt). Die bösen Volgarier wollen
aber das Auto für Ihren Herrscher und den Erfinder gleich dazu. Die Entführung
gelingt, allerdings erwischen sie nur den Vater des Erfinders, der bestimmt
nicht erfinden kann. Caractarus verfolgt die Entführer mit seinem fliegenden
Chitty Chitty Bang Bang, wie das Auto jetzt heisst, bis nach Volgarien um Opa
zu befreien.
Mit an Bord sind seine Kindern und Truly Scrumptious (= lecker,
fabelhaft), der man schon zu Beginn ansah, dass sie mit Caractarus in ein
Happy-End hineinsteuert. In Volgarien gibts dann direkt ein Problem mit den
Kindern. Weil Kinder gesetzlich verboten sind, werden sie von den Bewohnern vor
dem bösen Child-Catcher versteckt. Caractarus´ Kinder werden gefangen genommen,
doch er und Truly dringen dennoch ins Schloss des Herrschers ein und lösen eine
Revolution aus. Der Herrscher wird entmachtet, der Child-Catcher in die Wüste
geschickt und alle Guten sind froh und glücklich :-))) *scheeee*
Michael Ball war der unangefochtene
Star des Abends und es gab einen tosenden Applaus als er die Bühne betrat,
obwohl er noch gar nichts gemacht hatte :-) Richard O’Brien, Urheber der „Rocky
Horror Show“ hatte als Child-Catcher natürlich die negativste Rolle und wir
können nicht verstehen, wieso in London die Darsteller dafür ausgebuht werden wenn
sie einen Bösen spielen. Wir fanden Richard O’ Brien genial böse :-)
Noch zu erwähnen sind die total
lustigen Dialoge und Wortspielereien: „My name is Truly Scrumptious“ .. „Really“
... „ No, Truly, Really is my brother “ oder “ My sisters names are Madly and
Deeply” (Truly,Madly,Deeply ist ein Song von der Popgruppe “Savage Garden”)
Also, alles in allem waren wir total Happy als wir
nach der Show zu nächsten Pub wollten. Dabei ist uns die Menschenmenge
aufgefallen, die an der Stage Door sabbernd stand... und dann kam er auch,
Michael ! Umringt von Mädels jeden Alters ist er Autogramme gebend und von
Bodyguards begeleitet zu der bereitstehenden Limousine geeilt und wech war er.
Vampys schmachtende Blicke begleiteten ihn *megabreitesMaxgrinsen*
Wir hatten dann noch „one for the road“ und sind dann
ins Hotel. Max musste schließlich am nächsten Tag wieder seine Lehrer ärgern
*gg*
Donnerstag
Am Donnerstagmorgen hab ich (Vampy) mich erst einmal aufgemacht,
um einen Künstler- und Handwerkermarkt in Islington zu besuchen. Dieser war
wunderschön, im mittelalterlichen Stil, gemacht. An den Ständen gab es nur
künstlerische Arbeiten, und überall sind mittelalterlich verkleidete Leute
herumgelaufen. In der Mitte des riesigen Markts gab es ein richtiges Dorf, wo
die verschiedenen Handwerke von damals vorgestellt wurden.
Da ich ja
nicht in der Stadt war, musste Max in seiner Mittagspause zum Leicester-Square,
wo er es tatsächlich schaffte, Super-plätze für LesMis zu ergattern (Reihe 4
Mitte). Bevor wir jedoch zu LesMis aufgebrochen sind, haben wir uns am Canary
Wharf in den Docklands getroffen, wo wir wieder einmal von der tollen, absolut
gemischten Architektur dieses „neuen“ Stadtteils fasziniert waren. Die Zeit
dort ging viel zu schnell um, und wir mussten wieder in die Stadt, weil wir ja
auf keinen Fall zu spät zu LesMis kommen wollten.
Les Miserábles
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Für uns war die Neue Cast absolut interessant, und wir
wurden auch grösstenteils positv überrascht:
Zum einen ist uns die Fantine (Carmen Cusack) aufgefallen. Da es
offensichtlich sehr schwer ist diese anspruchsvolle Rolle optimal zu besetzen,
hat es jetzt offensichtlich geklappt. Die neue Fantine war meiner (Max) Meinung
nach eine der Besten die ich gesehen habe.
Bei dem Javert gehen unsere Meinungen etwas
auseinander. Vampy fand Jerome Pradon einfach super. Ich (Max) war zwar ebenfalls
von der wirklich fantastischen und gefühlvollen Darstellung und Mimik
begeistert, allerdings hätte die Stimme etwas mehr Power gebraucht, dann wäre
es perfekt gewesen. Hoch interessant war auch der Marius Darsteller. Für alle
Uwe Kröger Fans eine Augenweide, denn Hadley Fraser könnte man als Uwe in Jung
bezeichnen *gg*
Freitag
Nach
Max` Unterricht, der ab heute übrigens immer um 12:15h zuende war, sind wir
nach „little Venice“ . Dazu muss man wissen, dass es in London eine grosse
Anzahl von Kanälen gibt, wo viele Hausboote ankern, auf denen die Leute leben.
Die Boote sind teilweise wunderschön geschmückt, und wir hätten endlos an den
Kanälen entlang wandern können, weil wir nach jeder Biegung wieder etwas Neues
entdeckt haben. An den Kanälen gibt es auch viele alte Herrenhäuser und Villen,
die man normalerweise von der Strasse
aus nicht sehen kann, aber von der Kanalseite bekommt man einen Einblick in die
wunderschönen Gärten, und kann auch die tollen Häuser sehen.
Nach unserem ausgiebigen Spaziergang, war es für Max
wieder Zeit zu lernen *g* Er hatte ja schon genau studiert, wie man den „Full
Monty“ macht, aber er brauchte noch unbedingt mehr Detailinfos *gggg* Und wo
kann man das Besser lernen, als in der 1. Reihe im Theater ?? ;-))). Dabei
glaube ich (Max) bis heute nicht, dass sich Vampy nicht für die Details
interessiert, schließlich hatte sie die Tickets besorgt ;-)
The Fully Monty
Seit Mai hat sich offensichtlich einiges im Cast
verändert, denn von der original Broadway Cast
waren nur noch Jerrod Emick (Jerry), André de Shields (Horse) und Romain
Frugé auf der Bühne.
Die Show war wieder Superklasse, und wir haben, genau
wie beim ersten Mal Tränen gelacht. Die Cast war hervorragend, und diesmal
haben wir sogar einige Lieder für uns gefunden, die uns beim zweiten mal hören
deutlich besser gefielen, als beim ersten Mal. http://www.musical-fans.de/bericht_london_mai2002.htm
Der einzige „Negativpunkt“ war, dass Vampy eigentlich
lieber gehabt hätte, wenn der Dirgent auch den „Full Monty“ gemacht hätte *ggg*
Ich bin dafür, nur noch hässliche Dirigenten einzusetzen, und das Flirten in
den Orchestergräben zu verbieten *prust* (Max)
Samstag
Diesmal stand kein Musical auf dem Programm, sondern
ein Ausflug in Thorpe`s Park, einem Freizeitpark vor den Toren Londons.
Dank Vampy´s weiser Voraussicht hatten wir schon
Zugtickets, und wussten wohin wir sollten, so konnten wir gleich nach dem
Frühstück losziehen. Zuerst mussten wir noch den richtigen Zug finden, und das
ist nicht so einfach, weil die ganze Privatisierung der Bahn alles strubbelig
gemacht hat. Aber wir fanden dennoch auf dem Waterloo Station einen Zug der uns
zusagte und ab ging die wilde (45 min.) Fahrt.
Zum Park gab es dann einen Pendelbus, wobei die
einfache Fahrt £1,25 kostete. Im Park (Eintritt £ 20) hatten wir uns natürlich
auf die Rides gestürzt. Ein besonderer Ride war die In-Door Achterbahn, die
gemeinerweise die ganze Zeit rückwärts fuhr *g* als wir uns endlich
daran gewohnt hatten, wurden wir auch noch hinterrücks nass gespritzt SKANDAL
;-))))))) Die nächste Achterbahn hatte 10 Loopings, und ist deshalb im
Guinness-Buch der Rekorde. Kurz bevor wir dran waren, öffnete der Himmel
plötzlich sämtliche Schleusen, und es regnete wie doll.
Wir hatten zwar einen Regenschirm dabei, aber der
half auch nicht viel. Das hatten wir auch noch nie vorher, eine Achterbahnfahrt
im strömenden Regen *g* Mensch! ist das
ein feeling mit high-speed durch den strömenden Regen geschossen zu werden. Die
Regentropfen wurden zu Geschossen, die einem ins Gesicht klatschten :-))) Aber
es hat total Spass gemacht, und wir würden es jederzeit weiterempfehlen :-))))
Wir haben uns dann dennoch ein bisschen geärgert, weil einige Attraktionen
geschlossen waren und sind deshalb zu einer alten Tradition der Angelsachsen
übergangen... Fish and Chips essen *gg*
Irgendwie war der Park wirklich nass, und man kam auf
fast jeder Attraktionen mit Wasser in Berührung *ggg* und deshalb wurden wir dann
noch stolze Besitzer original englischer Regen-Capes *gg*. Wir sind dann abends
zuerst mal ins Hotel, um uns trocken zu legen. Nachdem wir wieder neue Energie
getankt hatten, ging es abends auf einen Streifzug durch Kensington, um dort
den ein oder anderen urigen Pub zu erkunden.
Sonntag
Sonntags war wieder Camden-Town angesagt. Dieser
Markt fasziniert uns immer wieder, und wir können niemals genug davon bekommen.
Es ist zwar auch möglich dort in der Woche auf shopping hinzugehen, aber die
Menschenmassen am Sonntag gehören eben
auch dazu. Odette, eine Lehrerin von Max lebt in der Gegend und sagte, dass
dort die Bobbys immer nur zu zweit hingehen. Deshalb ist es auf jeden Fall
ratsam den Geldbeutel und das Handy sicher aufzubewahren. Also, einfach da zu
sitzen, und den Besuchern zuzuschauen bringt irgendwie Freude an dem wilden
Treiben.
Max hat sich auf dem Camden-Market eine Jacke gekauft
und der Verkäufer war irgendwie erstaunt oder vielleicht auch enttäuscht, dass
er nicht gehandelt hatte. Dafür haben wir aber einen Coupon bekommen, der uns
10% Rabatt in dem Laden gewährt, auf Lebenszeit *gg*. Am späten Nachmittag sind
wir dann ins Hotel, um uns für den Abend fertig zu machen, an dem wir einfach
in der Stadt rumgebummelt sind. Die ganze Stadt war übrigens die ganze Zeit
voller Kühe, also keine lebendigen, sondern Statuen. Es gib dort Punk-Kühe,
Rocker-Kühne, Glücks-Kühe und und und *ggg* Wir hatten jeden Tag ne neue
lustige Kuh entdeckt. Wir lieben diese Stadt*gg*
Montag

Da im Sommer eigentlich immer etwas in London los
ist, haben wir uns nach Max` Schule am Embankment eine amerikanische Truppe
angesehen, die unter anderem auch wunderschöne Lieder aus den Disney-Musicals
interpretiert hat. Die waren noch nicht mal schlecht *gg*. Wir hingen in den
Liegestühlen bis es wieder aus dem zuerst sonnigen Himmel zu regnen anfing.
Dieses Jahr gab’s irgendwie überall zuviel Wasser von oben, sogar in London
*seufz* Gott sei Dank kam in London nicht so viel Wasser herunter wie in
Deutschland, obwohl auch an einem Tag einige Underground Linien wegen
Wassereintritt geschlossen wurden. Die Klimakatastrophe lässt grüßen :-(
Wir sind dann ins Hotel, um mal ausgiebig
Mittagsschlaf zu halten *gg* Schlaf ist übrigens auch so ein Thema *seufz*
Wegen Max` Unterricht, sind wir jeden Morgen um 7 aufgestanden, und vor 2 Uhr
Nachts ging es eigentlich selten ins Bett. Max hat noch nie so wenig schlaf in
einem Urlaub bekommen, wenn Vampy mal Zeit hat, dann bedauert sie ihn mal
*prust*. Ausgeruht und gut gelaunt gings dann abends ins Dominon Theater
(Tottenham Court Road) zu dem fast ständig ausverkauften Queen Musical „We will
Rock you“
We Will Rock You
Zu dieser Show kann man vorab sagen, dass man nicht so sehr an der Story
kleben sollte, sondern sich primär an den hervorragend interpretierten Songs
ergötzen muss:
Also, wir sind in der Zukunft im Jahr 2500, alle
Musikinstrumente sind eingestampft und die Musik wird nur noch mit Computern
von einem monopolistischen Konzern hergestellt. Dieser Konzern gehört „Mama“
dem „Fat Bottom Girl“.... Aber da gibts einige Bohemians, die in der alten und
zerstörten U-Bahn Station der Tottenham Court Road hausen (Location of the
Venue). Diese Freaks sehnen sich nach der alten Musik aus den 1970-1990er
Jahren und haben sich Namen der „Alten“ Stars gegeben. Ein Brüller ist z.B.
wenn sich die Typen vorstellen und ein bulliger farbiger Rapper sagt : „I’am
Britney Spears“ :-))) Also, diese Bohemians sind auf der Suche nach ihrer
Rhapsodie und nach dem Auserwählten der die alte Musik, die Texte und die
Instrumente wiederbringt.
Und um diesen Kerl dreht sich die ausgeflippte
Geschichte, weil die Macher der Show dadurch einen Queen Song an den anderen
reihen können. Zum Schluss geht’s dann auf die Suche nach einer E-Gitarre, die
von der Gruppe Queen versteckt wurde. Diese heilige Gitarre wird dann zu Finale
im Wimbeldon Stadion gefunden. Die Logik dabei ist genial: Erstens es geht um
Rock (Felsen, Stein) und es waren Rock-Stars... und weil Stars in Wimbledon
auftraten, muss die Gitarre in Wimbledon eingemauert sein... logisch, oder ?
*ggg*
Wir denken, dass Musical ist so genial, da muss man einfach rein um sich
kaputt zu lachen und den Super-Songs von Queen zu lauschen :-) Vorteilhaft ist,
wenn man Queen bzw. Rock Musik liebt. Übriges warten die Queen Fans bis zu
Schluß auf „Bohemian Rhapsodie“. Eigentlich ist die Show schon vorbei und jeder
fragt sich während des Schlussapplaus’... „haben die ein Rad ab“ ?! Doch plötzlich kommt eine Leuchtschrift „Do you want the Bohemian Rhapsodie ?“ und
alles grölt „Yeah“ *gg* und ab geht die wilde Fahrt ! SUPER!!
Dienstag
Eigentlich wollten wir in Taboo, aber das gab es an
dem Tag nicht am Half-Price Booth. Das hing offensichtlich mit der
Ankündigung zusammen, das Boy Gorge
selbst für 5 Wochen mitspielt. Das war auch für uns der Grund wieso wir in der
ersten Woche noch nicht wieder drin waren. Aber jetzt dachten wir „may be tomorrow“
Wir haben uns deshalb entschieden mal bei Lissy
vorbeizuschauen, vielleicht lädt sie uns ja doch noch zu Tee ein *ggg*.
Kurzentschlossen haben wir uns dann nach Windsor aufgemacht, weil Lissy ja dort
ihre kleine Wohnung hat. Wir sind mit der Main Line ab Waterloo Station
gestartet und waren nach ca. einer Stunde in Windsor. Das mit dem Bahnfahren
haben wir ja jetzt schon geübt und weil die
Visitor Travel Cards auch angerechnet werden, war es auch keine große
Investition :-))) Das Schloss ist beeindruckend und nicht vergleichbar mit
Buckingham Palace. Es ist eher eine riesige sich über den ganzen Berg
erstreckende Festung aus dem
Mittelalter :-) Wir sind aber überzeugt, dass die Ausstattung doch den heutigen
Bedürfnissen angepasst ist und Lissy nicht aufs Plumpsklo muss *gg*
Wir haben das Schloss nicht besichtigt, weil uns der
ganze Trubel um und im Schloss doch eher abgeschreckt hat. Wir haben uns zuerst
den Läden in der City zugewandt und dann sind wir noch ein bisschen durch den
Ort gewandet und haben uns ein bisschen verlaufen *gg* Nebenan liegt das
Gelände des berühmten College von Etan und das wollten wir uns auch anschauen.
Es war wirklich beeindruckend und insgesamt lohnenswert Windsor und Etan zu
besuchen. Es ist eben auf der einen Seite eine normale moderne westeuropäische
Stadt mit einem Flair des Mittelalters. Wenn man Zeit hat sollte sich das nicht
entgehen lassen .
Mittwoch
Heut war mal wieder „Wandertag“ *g*. Diesmal sind wir
auf der „scheel Sick“ (wie der Kölner sagen würde) der Themse von Charing Cross
Station bis nach Greenwich gewandert. Also um es vorweg zu sagen, diese
Wanderung hat 4 Stunden gedauert und wir sind gut zu Fuss :-))) Unterwegs kamen
wir an der Tate Modern vorbei, und
mussten natürlich einen Blick auf die Kunst riskieren. Da wir allerdings in der
„modern“ gelandet waren, sind wir ziemlich schnell wieder raus..... auf den
Kopf gestellte Pissoirs ( war noch das harmloseste) sind nun mal für uns null
Kunst *banausenhaftgucken*
Da war „Shakespeares Globe“ eher was für uns. Das
Theater wurde original aus der Shakespearezeit (1613 abgebrannt) restauriert, mit Reetdach, und ohne Sitzplätze.
Heute werden dort Shakespeares Stücke nach altem Vorbild aufgeführt und es ist
üblich, dass die Leute rein und raus laufen oder sich ein Bier holen um dann
dem Spiel in der Arena zu frönen :-))) Wir selbst haben es bis jetzt noch nicht
geschafft mal dabei zu sei, aber das kommt noch *gg*
Max musste natürlich über die Millennium Bridge
laufen, die dieses Jahr wieder eröffnet wurde, nachdem sie kurz nach dem Bau
als unpassierbar geschlossen wurde. Es hatte sich herausgestellt, das die
Vibrationen, die die Fußgänger auf dieser Brücke verursachen, das ganze so in
Schwingung versetzen, dass es gefährlich wurde. Heute hat man riesige
Stossdämpfer eingebaut, und das Problem damit behoben. Es heißt, man habe
deutsche Spezialisten engagiert, weil die englischen es nicht auf die Kette
bekommen haben *ggg*
Wir sind genau rechtzeitig in Greenwich angekommen,
und einem Riesengewitter entgangen. Es hat nicht mehr geregnet, sondern
geschüttet, und später mussten einige U-Bahn
Stationen wegen Überflutung schließen. Unsere Bahn, die Dockland Light
Railway (DLR) ging zum Glück noch, denn wir mussten ja pünktlich in der Stadt
sein um uns mit Max` Mitschülerin zu treffen, die uns zu Taboo begleitet hatte
:-).
Wie schon erwähnt hatten uns Taboo für die zweite
Woche aufgespart, weil Boy George himself ab dann wieder mitspielen sollte.
Natürlich hat er NICHT gespielt als wir da waren, aber eigentlich hat es nichts
ausgemacht. Wir waren absolut Happy, das dieses Musical wegen des großen
Erfolges überhaupt weiter gespielt wurde, und wir hatten einen absolut
vergnüglichen Theaterabend. Max’ hatte Angst, es könnte seiner Mitschülerin
nicht gefallen, weil er ihr diese, doch etwas verrückte Show, mehr oder weniger
empfohlen hat. Aber auch sie war begeistert *gg* Wir hoffen immer noch
auf die Cast-CD, und wenn es so weiterläuft wie jetzt, kommt sie bestimmt :-).
Taboo

Obwohl Boy George leider nicht mitspielte, war die Inzenierung
vom persönlichen Aufstieg und Absturz im Leben von Boy George großartig. George
O’Dowd hätte ohnehin nicht sich selbst gespielt, sondern die Rolle des Leigh
Bovery... Man wird ja leider auch älter *seufz* Zur Story möchten wir
hier nicht wieder alles doppelt und dreifach erzählen, sondern verweisen auf : http://www.musical-fans.de/bericht_london_mai2002.htm
Die Darsteller haben zum Teil gewechselt, so war z.B. Lynn Paul, die wir zum 10 jährigen Jubiläum von Blood Brothers im Phoenix gesehen hatten, als Billy’s Mom nicht mehr dabei. Abschließend noch einmal unser Urteil: Absolut sehenswert *gg* für aufgeschlossene und tolerante Musical Fans :-))))
Nach der Show hatten wir noch Lust auf „ONE FOR THE
ROAD“, aber was tun, wenn die Pubs schon um 23:00h zumachen. Na, da gibt es
noch Pub´s, die etwas länger auf haben: Zum Beispiel gibt’s da den „Royal
George“ in der Charing Cross Road, nicht weit von Tottenham Court entfernt (bis
12:00h geöffnet), aber der war leider wegen Renovierung geschlossen :-((((
Deshalb sind wird dann in einen „Late Licence Pub“ (Name leider vergessen) in
der Shaftersbury Avenue, ca. 2 Min vom
Piccadilly Circus entfernt. Da muss man nur Eintritt zahlen (3 PDS each) aber
dann kann man bis 1:00h noch sein Bier schlürfen.
Da die letzte Tube bereits weg war, haben wir uns an
die Nachtbusse gehalten, die in regelmäßigen Abständen sehr schnell die Stadt
durchqueren. Mit der N14 (=Line 14, N= Night) waren wir vom Piccadilly Circus
in ca 15 Min direkt bei unserem Hotel in Chelsea:-)
Donnerstag
Oh Gott, jetzt sitz ich (Max) hier und weiß nicht mehr was wir heute
gemacht haben *grübel*.... Ahhhh, Vampy hats *ggg* Bombay Dreams :-))))
*gerettetist*
Also, wir hatten eigentlich nicht vor, diese Show zu
sehen, aber da wir ja mutig sind, haben wir uns gedacht: „Es kann ja nichts
schaden“. Da es in London sehr viele Inder gibt, ist es nicht verwunderlich,
dass das Publikum bestimmt zu 80% aus diesem Commonwealth Staat kam.
Die Story stammt aus dem gleichnamigen Film, den wir
natürlich nicht kannten. Aber was soll´s ? Wir sind ja schliesslich Musicalfans
und keine Kinobesucher ;-))).
Um es nicht zu kompliziert zu machen, hier ne kurze
Zusammenfassung der wirren Story:
Es beginnt in den Slums von Bombay, wobei man wissen
sollte, dass Bombay das Hollywood Indiens ist (Bollywood genannt). In den Slums
gibt es den jungen Akaash, der von einer Movie-Star Karriere und der schönen
Hauptdarstellerin Rani träumt. Dieser Traum erfüllt sich, weil Sweety, ein
Transvestit, der in Akaash verliebt ist, ihn bei einem Nachwuchs-Wettbewerb
hineinschmuggelt. Dieser Wettbewerb wird schließlich vom Filmmogul Bombays
ausgerichtet, der sich zuvor gegen den Druck der Mafia stellt, die den Sieger
bereits vorher festlegen wollte. Akaash trifft auf die Tochter des Mogul und
beide verlieben sich, aber Priya ist schon mit dem Anwalt des Hauses verlobt
(das ist der bad Guy der Story).
Kurz und knapp, Akaash und Rani stehen als Traumpaar
vor der Kamera. Akaash vergisst seien Herkunft (Slums) und verleugnet sogar
seine eigene Mutter. Nach der Premiere des ersten Films wird der Mogul
erschossen, und zwar, wie sich später herausstellt von seinem Schwiegersohn in
spe, der mit der Mafia unter einer Decke steckt und den Bewohner der Slums das
Land abzujagen versucht. Sweety entdeckt den Schwindel um das Land und will
Akaash informieren, damit der seinen alten Freunden hilft. Aber leider wird er
vorher vom Anwalt um die Ecke gebracht.
So, dann wird es ganz wild *gg* : Akaash kommt wieder
zur Besinnung und entlavt den Anwalt. Er dringt in die Hochzeitgesellschaft von
Priya und dem Lawyer ein und beide (Akaash und Priya) erledigen die 2 Meter
großen und bis auf die Zähne bewaffneten Bodyguards der Mafia im Dutzend.
Dieses Massaker, überlebt der Anwalt natürlich nicht.
Aber jetzt noch schnell zu den Slums, da muss der
jetzt berühmte Akaask noch mal eben die Slum-Bewohner retten und stürzt sich
totesmutig vor die Bagger. Jetzt fehlt nur noch das Happy-End mit dem
verliebten Paar Akaash und Priya *schluchts*
Fazit: Es ist ein netter Kitsch und unserer Meinung
nach für ein Bühnenstück etwas zu verwirrend. Wir können uns gut vorstellen,
das diese Geschichte als Film alá
Herzschmerz, Aktion und Mafiaintrigen, bestimmt viele Freunde gefunden hatte.
Aber in einen Bühnenstück ist es nun mal nicht möglich die technischen FX, die
den Spannungsbogen im Movie ausmachen, entsprechend umzusetzen. Die Musik hat
für europäische Ohren einen durchgehenden indischen Einschlag, wobei es auch
einige schöne Songs gibt. z.B. das Liebesbekenntnis von Sweety.
Wir werden uns diese Show wahrscheinlich nicht mehr
ansehen, aber wir bereuen es auch nicht es gesehen zu haben. Jeder sollte sich
selbst ein Bild davon machen, denn auf jeden Fall haben die Darsteller eine
perfekte Darbietung gegeben. Speziell für diese Show gilt: Es ist eben alles
eine Frage des persönlichen Geschmacks, und über den lässt sich bekanntlich
nicht streiten:-)))
Freitag
„Schoooooool´s out
for summer, Schoooooool´s out forever !!…” (frei nach Alice Cooper) Heute war mein letzter Schultag
(Max)...*heul*!!! Unser letzter Tag in London :-((( *nochmehrheul* (Vampy)
Dieser Tag war eher unspektakulär, aber in gewisser
Hinsicht irgendwie deprimierend *seufz* Wir hatten uns schon so an den
geregelten Tagesablauf gewöhnt und jetzt gehts es wieder zurück nach Germany.
In der Schule gab’s noch einen kurze Verabschiedung und Zeugnisse und das
Versprechen irgendwie in Verbindung zu bleiben.
Bis zum Abflug hatten wir noch etwas Zeit und sind
dann noch kurz nach Notting Hill gedüst um uns dort ein wenig umzuschauen.
Freitag ist es dort nicht ganz so überlaufen wie Samstags und Sonntag , weil
nur die Geschäfte offen haben und nicht alle Stände da sind. In der Portobello
Road existiert eine etwas andere Stimmung als z.B im Camden Market. Es ist
irgendwie weniger Hippie, Flower-Power oder „Sex and Drogs and R ’n’ R“,
sondern mehr ein Floh- und Antikmarkt. Aber mit einem besonderen Flair bzw,
einem Touch Italy. Ist ganz schwer zu beschreiben, am besten selbst mal
hingehen *gg* (Tube Station: Notting Hill)
Dann das übliche: zum Hotel, Koffer holen und zum
Airport. Zurück in Deutschland haben wird zuerst das wichtigste gemacht....
Unseren nächsten London-Aufenthalt gebucht *ggg*
THE END
VIELE LIEBE GRÜSSE
Max und Vampy