Hamburg 26.- 28.Okt 2001 : Mozart ! 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Freitag,  26. Okt. 2001

 

Alsoooooo, es fing alles damit an, das wir unbedingt Mozart in Hamburg sehen wollten. In Wien war es so klasse, dass wir uns von den Änderungen nicht haben abschrecken lassen, und so nutzten wir einen frühen Besuch von Fledi und Mi, um hinter Max` Rücken einfach zu Buchen ;-))).

 

Die Karten waren schnell besorgt, dank Marks grosser Hilfe kamen wir sogar in den Genuss eines schönen Rabattes, aber dann ging es los... Welches Hotel ?? Mi wollte mal wieder unbedingt was kleines, dezentes. Vampy wollte HRS, aber Mi setzte sich durch. Vampy hat ihm dann auch die falsche Telefonnummer diktiert, und es gab grosses Gelächter, als Mi mit roten Ohren feststellte, dass er im falschen Hotel gelandet war.

Auf jeden Fall hatten wir es geschafft, bis Max nach Hause kam, und so konnten wir ihn mit unserer Hamburg-Reise überraschen.

 

Dann gingen die Schwierigkeiten aber erst richtig los: Max musste am 26.10. noch nach Kassel, und Mi musste nach Bielefeld. Um Vampy und Fledi hat sich keiner so richtig gekümmert, „sollen die Hühner doch gucken, wie sie nach HH kommen“ *griiins*. Das kommt dabei raus, wenn man mit beruflich soooo eingespannten Männern unterwegs ist.

 

Fledi und Vampy haben es dann auch in die Hand genommen, und die Logistik geplant.

Fledi ist einfach mit Mi nach Bielefeld, Vampy kam per Bahn nach Bielefeld, und Max musste halt gucken, das er pünktlich in HH ist ;-)).

 

Das hat auch wunderbar geklappt. Fledi war morgens pünktlich am Bahnhof, um Vampy abzuholen, und so konnten wir in aller Ruhe die Einkaufspassagen, Parks und Schrebergartenkolonien von Bielefeld unsicher machen :-). Am meisten haben wir über einen Jogger geprustet, der alle 10 Minuten an der Parkbank, wo wir es uns gemütlich gemacht hatten vorbei kam, und das mindestens 1 ½ Stunden lang ;-).

 

Nachmittags war Mi dann auch fertig, und hat uns galant in sein Auto gebeten, um uns nach HH zu kutschieren. Der Junge hätte Chauffeur werden sollen ;-)).

 

Max war erstaunlicherweise früher in HH, und so bekam er die dankbare Aufgabe, das Hotel zu suchen. Weil das Hotel aber klein und dezent war, hat er es natürlich nicht gefunden. Alle 10 Minuten kam ein Anruf von einem etwas ausser Puste geratenen Max, der fast verzweifelte. Er wurde so gut wie möglich getröstet, und die Hilfe eilte ja schon herbei. Bevor Fledis und Vampy endgültig da waren, hat Max das versteckte Hotel doch noch gefunden, und dann musste er noch den 10 Zentner schweren Koffer durch halb HH schleppen, weil die Parkplätze so weit vom Hotel entfernt waren. Vielleicht war das der Grund, wieso er, als er Fledi erblickte ganz laut „OH mein Gott...“ seufzte ?? *fggg*.

Fledi hat ihm aber schnell verziehen, und da es schon spät war, sind wir dann in ein uriges Lokal, wo es Labskaus und sonstige Spezialitäten gab. Wir haben uns aber nicht getraut, den Labskaus zu probieren, weil ein Amerikaner am Nebentisch den schon hatte, und fast in sein Essen gewürgt hat.

 

Aber Fisch gab es trotzdem, nur Max brauchte ein Steak, um die, bei der Hotelsuche verlorene, Energie wieder aufzutanken ;-).

Fröhlich und müde sind wir dann reichlich spät ins Bett, um Samstags wenigstens halbwegs fit zu sein.

 

 

 

Samstag, 27. Okt. 2001

 

Zu allererst mussten wir natürlich shoppen gehen. Dazu eignen sich Hamburgs Passagen auch wunderbar. Weil es kurz vor Halloween war, haben wir auch ne süße Schokofledi gefunden, und Fledis haben für ihre kleinen Fledis eine riesige, mit Sand gefüllte Schlange als Mitbringsel geholt. Nun war es an Mi zu stöhnen, denn das Ding ist wirklich schwer ;-)).

Nach diversen Pausen, und nachdem wir alles abgeklappert hatten, war es auch schon wieder Zeit, zum Hotel zurück zu gehen, um uns für den Abend fein zu machen.

 

Schließlich waren wir ja auch noch mit Mark verabredet. Er stand auch ganz brav vor dem Theater, und hat uns als erstes die Schaltzentrale seiner Macht, das Stella Call-Center, gezeigt. Danach sind wir noch etwas trinken gegangen, und haben die Zeit bis zur Show schön verquatscht.

Dann hieß es aber los, ins Theater.

 

Was am Anfang total lustig war, ist, das Heino mit seiner Hannelore, ganz knapp vor Beginn reinkam (Wir vermuten, damit ihn auch jeder sieht *gg*). Die Beiden haben sich dann auch direkt hinter uns gesetzt, und so konnten wir ihr Gequatsche während der Show „geniessen“.

Wir hatten durch die Bank Erstbesetzung, und so waren wir schon ganz gespannt.

Um es vorweg zu nehmen: Uns hat es trotz diverser Änderungen immer noch gut gefallen, auch wenn wir die Wiener Version auf jeden Fall vorziehen würden. Die war irgendwie „kompletter“.

 

Das erste was uns auffiel war, dass die aus Wien gewohnten Dialoge und Einstimmungen nicht gesprochen wurden, sondern durchweg von Leopold alias Ethan Freeman wunderbar gesungen wurden. Dem ganzen Stück hat nicht zuletzt Ethan Freeman durch seinen Gesang und seiner darstellerischen Höchstleistung eine deutliche Aufwertung gegeben. Die Handlung war in den Übergängen flüssiger und außerdem wurde die Beziehung zwischen Wolfgang und seinem Vater intensiver dargestellt. Yngve, als Mozart hatten wir ja bereits in Wien gesehen und wir waren auch hier an der Waterkant von ihm begeistert.  „Gold von den Sternen“ wurde von Angelika Milster vorgetragen, und obwohl es da von verschiedenen Publikationen eher negative Stimmen gab, hat sie unserer Meinung nach fantastisch gesungen.

 

Der Ösi Import Felix Martin war als Colloredo doch sehr enttäuschend. Weder seine Stimme noch seine etwas tuffige Mimik konnten den Patriarchen und Starken Machtmenschen glaubhaft darstellen. Aleks di Carpi ( Graf Arco ) und Maricel ( Constanze ) waren in ebenso positiv besetzt wie auch Marta Helmin als Nannerl, die besonders in Ihren Solos überzeugte. Es war insgesamt eine hochkarätige Besetzung : Nicole Berendsen (Tabaluga); Michael Nicholson ( Phantom); Chris Morandi (LesMis; J&H); Marion Furtner (LesMis) und André Bauer (Mozart Wien)

 

Die gute Show hat uns dann auch darüber hinweg getröstet, dass es das Lied „Sauschwanz“ nicht mehr gibt. Alles in Allem was es ein besonderes Erlebnis, obwohl ein Punkt durch keine Besetzung, keinen Darsteller oder Lied ausgeglichen werden kann: Mozart! gehört irgendwie nach Wien !

 

Nach der Show sind wir dann auf einigen Umwegen zu Maredo an der Reeperbahn, und weil wir schon mal da waren, wollte Mi unbedingt in ne Table-Dance-Show. Fledi und Vampy wollten das unbedingt NICHT, und Max hat sich rausgehalten ;-). Auf jeden Fall sind wir an diversen Etablissements vorbei, und wurden immer wieder eingeladen, doch rein zu kommen.

Mi wollte ja auch, aber so alleine ??? *gg*.

Nachher sind wir dann im „Vermaster“ gelandet, einer typischen Tourikneipe, mit lauter Heimatmusik. Aber irgendwie hatten wir keine Lust mehr, noch mal auf die Suche zu gehen ;-). Vollkommen spät sind wir dann in die Betten gekrochen, weil wir Sonntags ja auch noch was erleben wollten.

 

 

Sonntag, 28. Okt. 2001

 

Nach dem Kofferpacken hatten wir noch ein bisschen Zeit, die wir nutzten, um an der Alster und den Landungsbrücken entlang zum Hamburg Dungeon zu wandern.

 

Dort konnte Mi seine „Mordgelüste“ austoben, und hat Vampy schon gleich am Anfang „geköpft“ Tja, wäre sie mal abends vorher mit ihm zum Tabledance gegangen *griiins*.

 

Ansonsten haben wir uns durch die dunklen Gänge gekämpft, uns an jeder Ecke erschreckt, und hinterher waren wir so fertig, dass wir dringend ne Erfrischung brauchten.

Wir mussten uns auch langsam auf den Weg zu unseren Autos machen, und nach so nem tollen Wochenende war der Abschiedsblues entsprechend gross ;-).

 

Nachdem wir dann schon die nächste Reise halbwegs fertig geplant hatten, sind wir dann alle gen Heimat gedüst.

 

Viele liebe Grüße

Vampy & Max