Alsoooooo,
es fing alles damit an, das wir unbedingt Mozart in Hamburg sehen wollten. In
Wien war es so klasse, dass wir uns von den Änderungen nicht haben abschrecken
lassen, und so nutzten wir einen frühen Besuch von Fledi und Mi, um hinter Max`
Rücken einfach zu Buchen ;-))).
Die Karten waren schnell besorgt, dank Marks grosser Hilfe kamen wir sogar in den Genuss eines schönen Rabattes, aber dann ging es los... Welches Hotel ?? Mi wollte mal wieder unbedingt was kleines, dezentes. Vampy wollte HRS, aber Mi setzte sich durch. Vampy hat ihm dann auch die falsche Telefonnummer diktiert, und es gab grosses Gelächter, als Mi mit roten Ohren feststellte, dass er im falschen Hotel gelandet war.
Auf jeden
Fall hatten wir es geschafft, bis Max nach Hause kam, und so konnten wir ihn
mit unserer Hamburg-Reise überraschen.
Dann
gingen die Schwierigkeiten aber erst richtig los: Max musste am 26.10. noch
nach Kassel, und Mi musste nach Bielefeld. Um Vampy und Fledi hat sich keiner
so richtig gekümmert, „sollen die Hühner doch gucken, wie sie nach HH kommen“
*griiins*. Das kommt dabei raus, wenn man mit beruflich soooo eingespannten
Männern unterwegs ist.
Fledi und
Vampy haben es dann auch in die Hand genommen, und die Logistik geplant.
Fledi ist
einfach mit Mi nach Bielefeld, Vampy kam per Bahn nach Bielefeld, und Max
musste halt gucken, das er pünktlich in HH ist ;-)).
Das hat
auch wunderbar geklappt. Fledi war morgens pünktlich am Bahnhof, um Vampy
abzuholen, und so konnten wir in aller Ruhe die Einkaufspassagen, Parks und
Schrebergartenkolonien von Bielefeld unsicher machen :-). Am meisten haben wir
über einen Jogger geprustet, der alle 10 Minuten an der Parkbank, wo wir es uns
gemütlich gemacht hatten vorbei kam, und das mindestens 1 ½ Stunden lang ;-).
Nachmittags
war Mi dann auch fertig, und hat uns galant in sein Auto gebeten, um uns nach
HH zu kutschieren. Der Junge hätte Chauffeur werden sollen ;-)).
Max war
erstaunlicherweise früher in HH, und so bekam er die dankbare Aufgabe, das
Hotel zu suchen. Weil das Hotel aber klein und dezent war, hat er es natürlich
nicht gefunden. Alle 10 Minuten kam ein Anruf von einem etwas ausser Puste
geratenen Max, der fast verzweifelte. Er wurde so gut wie möglich getröstet,
und die Hilfe eilte ja schon herbei. Bevor Fledis und Vampy endgültig da waren,
hat Max das versteckte Hotel doch noch gefunden, und dann musste er noch den 10
Zentner schweren Koffer durch halb HH schleppen, weil die Parkplätze so weit
vom Hotel entfernt waren. Vielleicht war das der Grund, wieso er, als er Fledi
erblickte ganz laut „OH mein Gott...“ seufzte ?? *fggg*.
Fledi hat
ihm aber schnell verziehen, und da es schon spät war, sind wir dann in ein
uriges Lokal, wo es Labskaus und sonstige Spezialitäten gab. Wir haben uns aber
nicht getraut, den Labskaus zu probieren, weil ein Amerikaner am Nebentisch den
schon hatte, und fast in sein Essen gewürgt hat.
Aber Fisch
gab es trotzdem, nur Max brauchte ein Steak, um die, bei der Hotelsuche
verlorene, Energie wieder aufzutanken ;-).
Fröhlich
und müde sind wir dann reichlich spät ins Bett, um Samstags wenigstens halbwegs
fit zu sein.
Zu
allererst mussten wir natürlich shoppen gehen. Dazu eignen sich Hamburgs
Passagen auch wunderbar. Weil es kurz vor Halloween war, haben wir auch ne süße
Schokofledi gefunden, und Fledis haben für ihre kleinen Fledis eine riesige,
mit Sand gefüllte Schlange als Mitbringsel geholt. Nun war es an Mi zu stöhnen,
denn das Ding ist wirklich schwer ;-)).
Nach
diversen Pausen, und nachdem wir alles abgeklappert hatten, war es auch schon
wieder Zeit, zum Hotel zurück zu gehen, um uns für den Abend fein zu machen.
Schließlich
waren wir ja auch noch mit Mark verabredet. Er stand auch ganz brav vor dem
Theater, und hat uns als erstes die Schaltzentrale seiner Macht, das Stella
Call-Center, gezeigt. Danach sind wir noch etwas trinken gegangen, und haben
die Zeit bis zur Show schön verquatscht.
Dann hieß
es aber los, ins Theater.
Was am
Anfang total lustig war, ist, das Heino mit seiner Hannelore, ganz knapp vor
Beginn reinkam (Wir vermuten, damit ihn auch jeder sieht *gg*). Die Beiden
haben sich dann auch direkt hinter uns gesetzt, und so konnten wir ihr
Gequatsche während der Show „geniessen“.
Wir hatten
durch die Bank Erstbesetzung, und so waren wir schon ganz gespannt.
Um es
vorweg zu nehmen: Uns hat es trotz diverser Änderungen immer noch gut gefallen,
auch wenn wir die Wiener Version auf jeden Fall vorziehen würden. Die war
irgendwie „kompletter“.
Das erste
was uns auffiel war, dass die aus Wien gewohnten Dialoge und Einstimmungen
nicht gesprochen wurden, sondern durchweg
von
Leopold alias Ethan Freeman wunderbar gesungen wurden. Dem ganzen Stück hat
nicht zuletzt Ethan Freeman durch seinen Gesang und seiner darstellerischen
Höchstleistung eine deutliche Aufwertung gegeben. Die Handlung war in den
Übergängen flüssiger und außerdem wurde die Beziehung zwischen Wolfgang und
seinem Vater intensiver dargestellt. Yngve, als Mozart hatten wir ja bereits in
Wien gesehen und wir waren auch hier an der Waterkant von ihm begeistert. „Gold von den Sternen“ wurde von Angelika
Milster vorgetragen, und obwohl es da von verschiedenen Publikationen eher
negative Stimmen gab, hat sie unserer Meinung nach fantastisch gesungen.
Der Ösi Import
Felix Martin war als Colloredo doch sehr enttäuschend. Weder seine Stimme noch
seine etwas tuffige Mimik konnten den Patriarchen und Starken Machtmenschen
glaubhaft darstellen. Aleks di Carpi ( Graf Arco ) und Maricel ( Constanze )
waren in ebenso positiv besetzt wie auch Marta Helmin als Nannerl, die
besonders in Ihren Solos überzeugte. Es war insgesamt eine hochkarätige
Besetzung : Nicole Berendsen (Tabaluga); Michael Nicholson ( Phantom); Chris
Morandi (LesMis; J&H); Marion Furtner (LesMis) und André Bauer (Mozart
Wien)
Die
gute Show hat uns dann auch darüber hinweg getröstet, dass es das Lied
„Sauschwanz“ nicht mehr gibt. Alles in Allem was es ein besonderes Erlebnis,
obwohl ein Punkt durch keine Besetzung, keinen Darsteller oder Lied
ausgeglichen werden kann: Mozart! gehört irgendwie nach Wien !
Nach der
Show sind wir dann auf einigen Umwegen zu Maredo an der Reeperbahn, und weil
wir schon mal da waren, wollte Mi unbedingt in ne Table-Dance-Show. Fledi und
Vampy wollten das unbedingt NICHT, und Max hat sich rausgehalten ;-). Auf jeden
Fall sind wir an diversen Etablissements vorbei, und wurden immer wieder
eingeladen, doch rein zu kommen.
Mi wollte
ja auch, aber so alleine ??? *gg*.
Nachher
sind wir dann im „Vermaster“ gelandet, einer typischen Tourikneipe, mit lauter
Heimatmusik. Aber irgendwie hatten wir keine Lust mehr, noch mal auf die Suche
zu gehen ;-). Vollkommen spät sind wir dann in die Betten gekrochen, weil wir
Sonntags ja auch noch was erleben wollten.
Nach dem
Kofferpacken hatten wir noch ein bisschen Zeit, die wir nutzten, um an der
Alster und den Landungsbrücken entlang zum Hamburg Dungeon zu wandern.
Dort
konnte Mi seine „Mordgelüste“ austoben, und hat Vampy schon gleich am Anfang
„geköpft“ Tja, wäre sie mal abends vorher mit ihm zum Tabledance gegangen
*griiins*.
Ansonsten
haben wir uns durch die dunklen Gänge gekämpft, uns an jeder Ecke erschreckt,
und hinterher
waren wir
so fertig, dass wir dringend ne Erfrischung brauchten.
Wir
mussten uns auch langsam auf den Weg zu unseren Autos machen, und nach so nem
tollen Wochenende war der Abschiedsblues entsprechend gross ;-).
Nachdem wir dann schon die nächste Reise halbwegs fertig geplant hatten, sind wir dann alle gen Heimat gedüst.
Viele
liebe Grüße
Vampy
& Max