

Also wie fangen wir denn jetzt den Bericht an *grübel*. Also
das Event " Les Misérables Fan Clubtreffen" war bereits seit langem bekannt und
es musste nun ein halbwegs sinnvoller Plan ausgedacht werden, wie wir denn nach
Berlin kommen. Da traf es sich gut, dass Paul sowieso nach Berlin musste um die
speziellen Gegebenheiten in der Berliner Niederlassung zu begutachten.
Also sind wir bereits am Donnerstag, den 11.März nach der Arbeit in Richtung Berlin aufgebrochen, haben dann aber in Magdeburg übernachtet, damit Paul am Freitag ausgeruht in Berlin zur Arbeit fahren konnte. Alles verlief merkwürdigerweise absolut problemlos. Das sind wir eigentlich gar nicht gewohnt *gg*
Pia hat inzwischen bereits Berlin unsicher gemacht und hat vom Ku´damm bis Kreuzberg unsere Hauptstadt besichtigt. Für Paul hat sie dann ganz tolle Pralinen von Leysieffers mitgebracht.
Abends haben wir uns dann im Hotel mitten in Kreuzberg, wieder getroffen und sind noch etwas durch Berlin geschlendert. Das Wetter hatte es gut gemeint und es war schon ein bisschen Frühling zu spüren.
Dabei ist uns zu den letzten Malen etwas aufgefallen: Fast alle Baustellen sind verschwunden und das was nun rund um die Spree zu sehen war hat uns besonders gut gefallen.
Die moderne Architektur gepaart mit alten Gebäuden gibt der Metropole, dass was wir als besonders Flair bezeichnen. Ähnlich wie London ist die Gegensätzlichkeit der hektischen Leuchtreklamen und der Straßen mit der Ruhe Nebenstraßen und dem neuen Zentrum Berlin Mitte ein besonders Erlebnis und wir haben schon für den Sommer einen weiteren Berlin Trip anvisiert :-)
So eingestimmt sind wir dann nach unserem Rundgang zwischen Kreuzberg, Berlin Mitte, Alexanderplatz.... wieder in Hotel zurück. Mit einer Vorfreude auf den nächsten FanClub Tag sind wir dann auch schnell eingeschlafen.
Fangemeinde am Theater des Westens zu
treffen. Stephanie die Club-LeiterinAm nächsten Tag klingelt um halb 8 der Wecker und wir machen
uns fertig um gegen 9:30h die ganze hat uns dann auch gleich die Tickets für
die Mittagshow gegeben. Aber zuerst ging es zur Backstageführung.

Zuerst haben wir einen Überblick über die Geschichte des Theaters bekommen. Zumindest Wissen wir jetzt, dass das Theater schon immer den Namen "Theater des Westens" hatte, weil es damals am äußersten Westen der Stadt, in der "Walachei" errichtet wurde.
Wir wurden zur Unterbühne geführt, in der die
Rhythmus-Musiker ausgelagert sind, weil der Orchestergraben zu klein gebaut
wurde. Und dann standen wir auf der relativ kleinen Bühne mitten zwischen den
Barrikaden von LesMis. Klein deshalb, weil es, anders als z.B. in Stuttgart oder
Essen, keinen Platz für Seitenbühnen gibt.
Der Stageholding Mitarbeiter, der die Führung begleitete, teilte uns mit, dass dies die Auswahl eines Nachfolgestückes deutlich erschwert. Nun haben wir noch einige Fotos mit uns und den Barrikaden gemacht und sind dann nach einem kurzen Abstecher auf der Hinterbühne und dem Probenraum in die Kantine des Theaters.
Nun gab's was zum Brunch. Paul hat sich gleich den Teller voll geschaufelt und es sich gemütlich gemacht. Nach und nach kamen dann auch die Darsteller, die natürlich auch noch etwas essen wollten.
Vera Bolten kam mit ihrem kleinen Sohn Moritz zu uns an den Tisch und hat sich mit allen prima unterhalten. Allerdings musste Sie ständig aufspringen um ihren Sprössling wieder einzufangen. Nun kamen immer mehr ( Chris Murray, Kaspar Holmboe; Karl v. Wegberg; Ulrich Wiggers und und und) und es wurde doch recht voll.
Wir haben es dann doch vorgezogen den Raum zu verlassen und
in die Raucherecke zu verschwinden. Dies nicht zuletzt auch damit die
Darsteller noch etwas ungestörter essen konnten.
Kurz darauf gesellte sich Tillmann Schnieders ( 2. Besetzung Marius) ebenfalls zum rauchen und wir kamen ins Gespräch.
Wir unterhielten uns über die Auditions, Musicals und viele andere Dinge. Wir plauderten so lange, bis wir feststellten, dass alle anderen bereits zu der Fotosession gegangen waren.
Alle bis auf Tillmann und uns.
Wir sind dann aber auch los und suchten die anderen, wobei uns schließlich Pia den Weg durch die Gewölbe des TdWs zum Spiegelsaal führte. Merkwürdig, Pia kannte sich bereits besser im Theater aus als einer der Darsteller *grübel*
Im Spiegelsaal haben wir dann noch ein paar Fotos gemacht
und von Chris Murray ein Autogramm abgeholt. Wir erinnern uns noch daran wie
toll er in Scarlet Pimpernell den Chauvelin gespielt hatte. Damals hatten wir
uns Chris bereits als guten Javert vorstellen können (siehe Bericht Scarlet
Pimpernell in Halle)
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Nun mussten sich aber auch die Darsteller langsam auf ihren Auftritt vorbereiten und so sind wir dann ca. 1 Stunde vor der Show noch einmal um die Häuser um uns die Beine zu vertreten.
Pünktlich zum Beginn haben wir uns dann auf unsere Plätze in der 3 Reihe begeben. Nanu wer winkt denn dort auf der anderen Seite *guck*... Da ist ja Beatrix, die wir eigentlich in Hamburg vermutet hatten. *tststs*
Nun beginnt die Show und wir sind schon gespannt, wie Christopher Murray als Javert rüberkommt.
Showbericht:
Die Show war wieder einmal sehr gut, obwohl es im Vergleich
zum letzten Mal einige Schwächen gab, zumindest im ersten Akt.
Oleh, war zu Beginn irgendwie nicht ganz so fit und er hätte etwas Pep hineinlegen können. Er kann das ja auch.
Chris hat durch sein hervorragendes Mimenspiel einen sehr verwegenen Javert dargestellt was uns sehr an Jerome Predon erinnerte. Allerdings war seine gesangliche Leistung im ersten Akt ein bisschen dünn.
Im zweiten Akt konnten dann die Darsteller ihre Leistung noch deutlich steigern. Oleh brillierte mit einem erstklassigen "Bring ihn Heim" und das Highlight für uns war der "Selbstmord des Javert", den Chris mit einer derartigen emotionalen Zerrissenheit spielte, dass es einem den Mund offen stehen lies.
Fazit: Es war eine sehr gute Darbietung des Stücks. Es ist schon etwas daran, dass die Berliner Inszenierung hinsichtlich der Besetzung und des Plays, eine besonderes gelungene Auflage ist.
Dieses Musical steht und fällt mit der Qualität der Darsteller, was wir zurzeit bei der Londoner Inszenierung schmerzvoll miterleben mussten.
Ärgerlich war, dass unsere Kamera bei Schlußapplaus den Geist aufegeben hatte, sonst wären jetzt auch noch paar schöne Fotos mehr *seufz*
Nach der Show sind wir dann ins Getümmel der Großstadt. Im
KaDeWe haben wir dann noch einen kleinen Imbiss zu uns genommen und sind dann
weiter zum Potsdamer Platz gepilgert.
Über die Leipziger Straße gings dann wieder Richtung Alexanderplatz und Spree-Ufer zum schönen Nikolay Viertel. So haben wir einen schönen Abend verbracht und sind dann später ins Hotel zurück.

Am nächsten Tag sind wir nach reichhaltigem Frühstück in Richtung Heimat aufgebrochen.
Es war ein schöner und sehr angenehmer Musical-Aufenthalt in Berlin...
Und Berlin ist eine Reise Wert, und mit LesMis schon zweimal :-))))
Viele liebe Grüße
Pia und Paul